Im Jahr 2025 verzeichnete Deutschland einen signifikanten Rückgang bei der Anzahl geschlachteter Kühe. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden insgesamt 937.777 Kühe geschlachtet, was einem Rückgang von 7,3 % im Vergleich zu 2024 entspricht. Gegenüber 2023 war dies ein Minus von 7,5 %.
Langfristiger Abwärtstrend bei Schlachtungen
Der einzige Monat, in dem die Schlachtzahlen im Vergleich zum Vorjahr stiegen, war der Januar 2025 mit einem Anstieg von 3,3 %. Ab Februar setzte jedoch ein kontinuierlicher Rückgang ein, der das ganze Jahr über anhielt. Im Dezember 2025 lag die Zahl der geschlachteten Kühe bei 78.471, was einem leichten Rückgang von 0,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.
Einflussfaktoren: Milchpreise und Krankheitseffekte
Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) sind mehrere Faktoren für diesen Rückgang verantwortlich. Die hohen Preise für Milchproduzenten führten vermutlich dazu, dass Landwirte ihre Kühe länger in der Milchproduktion hielten, anstatt sie zu schlachten. Zudem trug eine hohe Grundfutterqualität zur Stabilisierung der Bestände bei.
Zusätzlich hatte die Blauzungenkrankheit langfristige Auswirkungen auf den Schlachtprozess. Verzögerte Abkalbungen führten zu Laktationsverschiebungen und verzögerten somit den Zeitpunkt, an dem Tiere schlachtreif waren.
Anstieg des durchschnittlichen Schlachtgewichts
Trotz des Rückgangs in den Schlachtzahlen war der Fleischanfall mit 305.292 Tonnen nur um 5,3 % niedriger als im Vorjahr. Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass das durchschnittliche Schlachtgewicht der Tiere gestiegen ist.
- Kuhschlachtungen: 937.777 im Jahr 2025
- Mengenrückgang: 7,3 % weniger als 2024
- Fleischproduktion: 305.292 Tonnen (-5,3 %)
- Durchschnittliches Gewicht: Höher als in Vorjahren
Diese Entwicklungen werfen wichtige Fragen für die Zukunft der Viehwirtschaft in Deutschland auf und erfordern eine genaue Analyse seitens der Landwirte und Entscheidungsträger.
