Anzeige
 

Rindermarkt: Schlachtkuhpreise steigen trotz Absatzschwierigkeiten

Der Markt für Schlachtrinder zeigt derzeit ein begrenztes Angebot, was zu einem Anstieg der Preisempfehlungen führt. Am 23. Februar hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) die Preise für Schlachtkühe um 5 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht erhöht. Damit liegt der Preis für Kühe der Klasse O3 bei 5,75 Euro pro Kilogramm. Die Nachfrage nach diesen Tieren bleibt hoch, während Jungbullenpreise stabil auf einem hohen Niveau verweilen.

Herausforderungen im Rindfleischabsatz

Trotz des Anstiegs bei den Preisen gestaltet sich der Absatz von Rindfleisch weiterhin schwierig. Laut Berichten der Landwirtschaftskammer in Schleswig-Holstein sind die Impulse im Fleischverkauf schwach, und selbst Preisnachlässe konnten keine Verbesserung bewirken. Diese Absatzprobleme stellen eine Herausforderung für die Schlachtbetriebe dar, während das Angebot an lebenden Tieren knapp bleibt.

Rückgang der Rinderbestände

Ein langfristiger Trend zeichnet sich ab: Die Rinderbestände in Deutschland sind rückläufig. Im November 2025 waren nur noch 10,4 Millionen Rinder im Land registriert. Marktbeobachter prognostizieren weiterhin begrenzte Mengen in den kommenden Monaten, da der Rückgang der Bestände anhält. Diese Entwicklung stützt die hohen Preise am Markt.

Stabile Jungbullenpreise

Die Preise für Jungbullen bleiben konstant hoch bei 7 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht. In der vorherigen Woche hatten sich diese Preise stabilisiert, nachdem es zuvor Korrekturen gegeben hatte. Dennoch äußerten einige Schlachtunternehmen Unzufriedenheit darüber, dass die Preisanpassungen nicht ausreichend waren, um ihre Absatzschwierigkeiten zu lindern.

  • Schlachtkühe: Hohe Nachfrage und steigende Preise
  • Jungbullen: Preise stabil trotz Marktunsicherheiten
  • Zukunftsaussichten: Begrenztes Angebot aufgrund sinkender Bestände

Der Rindermarkt steht somit vor komplexen Herausforderungen. Während sich die Preisentwicklung positiv gestaltet, bleibt abzuwarten, wie sich die Absatzsituation verbessern lässt und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um den Rückgang der Bestände zu stoppen.

Weitere Agrarmarkt-Nachrichten

Heupreise im Norden Deutschlands steigen deutlich im Februar

Die Preise für Heu haben in einigen Regionen Deutschlands im Februar einen deutlichen Anstieg verzeichnet. Besonders betroffen sind Schleswig-Holstein, Bayern und Westfalen,...

Rindermarkt: Schlachtkuhpreise steigen trotz Absatzschwierigkeiten

Der Markt für Schlachtrinder zeigt derzeit ein begrenztes Angebot, was zu einem Anstieg der Preisempfehlungen führt. Am 23. Februar hat die Vereinigung...

China erhöht Sojabohnenimporte, Rapskurse bleiben stabil auf Matif

Die globalen Agrarmärkte stehen derzeit unter Beobachtung, insbesondere die Entwicklungen auf dem Sojabohnenmarkt werfen Fragen auf. Die Vereinigten Staaten berichten, dass China...

Getreidepreise schwanken: Frostschäden und Regen bedrohen Ernteerträge

Die Getreidepreise haben kürzlich die Marke von 200 € pro Tonne fast erreicht, was auf Bedenken hinsichtlich der Feldbestände zurückzuführen ist. Mit...

IGC hebt Maisernteprognose 2025/26 auf Rekordniveau an

Der Internationale Getreiderat (IGC) hat die Schätzungen für die globalen Maisproduktion im Wirtschaftsjahr 2025/26 nach oben korrigiert und erwartet nun eine Ernte...