Die Getreidepreise haben kürzlich die Marke von 200 € pro Tonne fast erreicht, was auf Bedenken hinsichtlich der Feldbestände zurückzuführen ist. Mit dem Anstieg der Temperaturen wird bald sichtbar, wie sich die Pflanzen im Winter entwickelt haben.
Marktentwicklung in Paris und Chicago
Laut Jan Peters von der Peters Agrardaten GmbH stiegen die Weizenkurse an der Pariser Matif zum Ende der letzten Woche deutlich an. Der Märzkontrakt erreichte 197 €/t, den höchsten Stand seit November 2025. Diese Bewegung spiegelt ähnliche Entwicklungen an den Börsen in Chicago wider.
Bedenken über Frost- und Überschwemmungsschäden
In den USA befürchtet man aufgrund des fehlenden Regens und potenzieller Frostschäden erhebliche Auswinterungsschäden in wichtigen Anbaugebieten. Gleichzeitig leidet Westeuropa unter zu hohen Niederschlägen, wobei insbesondere Frankreich meldet, dass die heftigen Regenfälle den Winterkulturen geschadet haben könnten. Zu Beginn dieser Woche sanken die Preise in Paris wieder, da geopolitische Spannungen im Nahen Osten und am Schwarzen Meer für Unsicherheiten sorgen. Ob die jüngste Kältewelle tatsächlich zu Ernteverlusten führt, bleibt abzuwarten.
Zögerliche Handelsaktivitäten
Mit dem bevorstehenden Einsetzen milderer Temperaturen planen Landwirte und Analysten eine erste Einschätzung der Bestandslage, vor allem in den nördlichen und nordöstlichen Anbaugebieten. Aufgrund der Unsicherheiten bleiben die Käufer und Produzenten jedoch vorsichtig. Nur vereinzelt werden Waren für sofortige Lieferungen bestellt, während das Hauptaugenmerk auf der Erfüllung bestehender Verträge liegt.
Erzeugerpreise unter Beobachtung
Die Erzeugerpreise stehen unter besonderer Beobachtung, da sich das Marktumfeld rasch ändern kann. Die Entwicklungen in den kommenden Wochen werden entscheidend sein für zukünftige Preisbewegungen und Handelsentscheidungen.
