Ein Vorfall im Landkreis Cuxhaven hat kürzlich die Aufmerksamkeit auf das Thema Wolfsschutz gelenkt. Am 17. Februar wurde eine Schafherde von einem Wolfsrudel angegriffen, wobei 20 Schafe getötet und sieben weitere verletzt wurden. Die Herde, bestehend aus rund 100 Tieren, wurde auf einer Weide in der Gemeinde Stinstedt attackiert.
Wölfe durchbrachen den Herdenschutz
Der NDR berichtete, dass die Wölfe die Schafe kilometerweit auseinandertrieben, was auf die Intensität des Angriffs hinweist. Trotz des Einsatzes von wolfsabweisendem Grundschutz gelang es den Raubtieren, in die Herde einzudringen. Dies wirft Fragen zur Wirksamkeit der bestehenden Schutzmaßnahmen auf. Die genaue Größe des Wolfsrudels ist noch unklar, jedoch deuten die Verletzungsmuster eindeutig auf einen Angriff durch Wölfe hin.
Entschädigungsansprüche für den Halter
Obwohl der wolfsabweisende Schutz nicht ausreichte, kann der Schäfer aufgrund der bestehenden Sicherung einen Entschädigungsantrag stellen, wie die Landwirtschaftskammer mitteilte. In der Region waren bereits vor dem Angriff Wölfe gesichtet worden, was auf eine mögliche Zunahme der Wolfspopulation hindeutet.
Zunehmende Wolfssichtungen in der Region
Die jüngsten Ereignisse haben die Debatte über den Umgang mit Wölfen und den Schutz von Nutztieren neu entfacht. In Gebieten wie Cuxhaven sind Landwirte zunehmend besorgt über die wachsende Präsenz von Wölfen und deren potenzielle Bedrohung für ihre Herden. Der Vorfall verdeutlicht die Herausforderungen, denen sich Landwirte in Regionen mit steigenden Wolfsbeständen gegenübersehen.
Der Beitrag über diesen Vorfall erschien erstmals bei PIRSCH und wirft ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit effektiverer Maßnahmen zur Sicherung von Weidetieren gegen Wolfsangriffe.
