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Strommarkt: Negative Preise ohne direkten Nutzen für Verbraucher

Am vergangenen Wochenende kam es am Spotmarkt der europäischen Strombörse EPEX zu einem bemerkenswerten Phänomen: Für zehn Stunden fielen die Strompreise ins Negative, mit Tiefstwerten von bis zu minus 65 Euro je Megawattstunde. Trotz dieser außergewöhnlich niedrigen Preise profitieren private Stromkunden in der Regel nicht direkt davon.

Negative Strompreise treten immer häufiger auf, vor allem aufgrund der starken Schwankungen in der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne. Diese Energieträger produzieren Strom in Abhängigkeit von Wetterbedingungen, was zu zeitweise hohen Überschüssen führt, insbesondere wenn die Nachfrage gering ist. Im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken, die ihre Produktion flexibel an den Bedarf anpassen können, ist dies bei erneuerbaren Energien weniger einfach steuerbar.

Die Herausforderung besteht darin, dass die überschüssige Energie mangels ausreichender Speichermöglichkeiten nicht effektiv genutzt werden kann. Diese Überschüsse führen dann zu negativen Preisen am Strommarkt. Während Großverbraucher, die direkt am Markt teilnehmen, von diesen Preisschwankungen profitieren können, sind private Verbraucher meist durch langfristige Verträge mit festen Tarifen abgesichert und erleben keine unmittelbaren Vorteile.

Trotz der negativen Preise am Spotmarkt stiegen die Strompreise für Neukunden in der zweiten Aprilhälfte deutlich an, hauptsächlich bedingt durch die erhöhten Gaspreise. Diese Entwicklung zeigt, wie vernetzt und abhängig die Energiemärkte sind, und dass Preise für Endverbraucher nicht immer direkt die Situation am Großhandelsmarkt widerspiegeln.

Interessanterweise sind die Neukundenpreise im Vergleich zu den hohen Werten des Vorjahres immer noch relativ niedrig, was auf die komplexe Dynamik des Energiemarktes hinweist. Die Bestandskunden, insbesondere die in der Grundversorgung, zahlen nach wie vor erheblich mehr für ihren Strom. Laut Verivox zahlen Bestandskunden derzeit etwa 44,3 Cent pro Kilowattstunde, was rund 70 % mehr ist als der Preis, den Neukunden für ihren Strom bezahlen.

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