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Deutsches Milchaufkommen im November 7,7 % über Vorjahresniveau

Im November 2025 stieg die Milchproduktion in Deutschland um 7,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Diese positive Entwicklung setzte sich bereits seit vier Monaten fort und übertraf die Rückgänge der ersten Jahreshälfte. In den ersten elf Monaten verzeichnete die Produktion eine Zunahme von 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr, wie die Agrarmarkt Informations Gesellschaft (AMI) berichtet.

Verlagerung der Milchverarbeitung

Trotz des insgesamt höheren Milchaufkommens ging die Produktion von Konsummilch zurück. Die Verfügbarkeit von Rohstoff für Molkereien führte zu einer Ausweitung der Herstellung von Frischprodukten um 1,5 %. Besonders Joghurt sowie Sauer- und Kefirprodukte profitierten von dem Anstieg. Auch die Produktion von Käse und Butter legte zu, mit einem Plus von 1,1 % bzw. 9,4 %.

Im Gegensatz dazu verringerte sich die Produktion von Konsummilch um 2,3 %. Auch Molkenpulver und Kondensmilch verzeichneten Rückgänge von 4,9 % bzw. 5,1 %. Vor allem im Dezember zeigte sich jedoch eine vorübergehende Erholung bei der Konsummilch.

Exporte zeigen gemischte Ergebnisse

Im Exportgeschäft konnten deutsche Milchprodukte im November mit einer Steigerung um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr aufholen. Insbesondere Kondensmilch und Magermilchpulver trugen zu dieser positiven Bilanz bei. Die Ausfuhren nach Griechenland beeinflussten das Ergebnis bei Kondensmilch mit einem Zuwachs von 24,5 %, während Magermilchpulver hauptsächlich in die Niederlande und nach Ägypten exportiert wurde, was einen Anstieg von 27,8 % bedeutete.

Käseexporte stiegen ebenfalls um 4,7 %. Weitere positive Entwicklungen zeigten sich bei Butter, Sahne und Vollmilchpulver. Dennoch blieb das Gesamtbild für das Jahr bis November uneinheitlich; besonders Flüssigmilch erlitt ein Minus von 8,5 %, da Lieferungen in die Niederlande stark zurückgingen.

Längerfristige Trends bleiben uneinheitlich

Zwar gab es im November bemerkenswerte Zuwächse bei bestimmten Produkten, doch kumuliert über das Jahr blieben viele Exporte hinter dem Vorjahresniveau zurück. So erreichten die Exporte von Käse nicht ganz das Volumen des Vorjahreszeitraums. Auch Molkenpulver und Kaseinprodukte verzeichneten signifikante Rückstände.

Dagegen konnten Kondensmilch sowie Magermilch- und Vollmilchpulver ihre Exportvolumina steigern. Ebenso zeigte sich ein positiver Trend bei Butterfett und Babynahrungsexporten.

Laut AMI spiegelt diese Entwicklung einen komplexen Markt wider, in dem unterschiedliche Produkte verschiedene Nachfrage- und Angebotsdynamiken erfahren.

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