Der Kieler Rohstoffwert Milch verzeichnete im Januar 2026 einen Rückgang um 1,6 % und liegt nun bei 30,3 Cent je Kilogramm Milch. Diese Entwicklung ist das Ergebnis unterschiedlicher Bewegungen auf dem Markt für Milchprodukte. Während die Preise für Butter gesunken sind, erlebten die Preise für Magermilchpulver einen leichten Anstieg. Diese Daten wurden vom ife Institut für Ernährungswirtschaft in Kiel bereitgestellt, welches den Rohstoffwert auf Basis der Marktpreise für Butter und Magermilchpulver berechnet.
Marktpreisschwankungen bei Butter und Magermilchpulver
Wie die Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) berichtet, ist der Rückgang des Kieler Wertes vor allem auf die abnehmenden Preise für Butter zurückzuführen. Im Vergleich dazu haben sich die Kurse für Magermilchpulver erhöht. Die durchschnittlichen Preise für Butter sind um 3,9 % gesunken, was einem Rückgang von 17,3 Euro pro 100 Kilogramm entspricht. Der aktuelle Preis liegt somit bei 421,8 Euro pro 100 Kilogramm Produkt.
Auf der anderen Seite stiegen die Preise für Magermilchpulver um 1,9 %. Dies führt zu einem mittleren Preis von 197,3 Euro pro 100 Kilogramm. Diese gegenläufigen Preisentwicklungen zeigen die Volatilität im Marktgeschehen und beeinflussen den Wert der Rohmilch direkt.
Langfristiger Vergleich und wirtschaftliche Auswirkungen
Ein Vergleich mit dem Vorjahresmonat Januar 2025 verdeutlicht die Dimension der Veränderungen: Der damalige ife Rohstoffwert lag bei 52,9 Cent pro Kilogramm Milch. Somit ist der aktuelle Wert im Januar 2026 um heftige 22,6 Cent oder ganze 42,7 % niedriger als im Vorjahr.
Diese signifikanten Schwankungen unterstreichen die Herausforderungen, vor denen Milcherzeuger stehen. Die Reduzierung des Rohstoffwertes hat direkte Auswirkungen auf die Einkünfte der Landwirte und fordert Anpassungsstrategien in einem bereits von Unsicherheiten geprägten Marktumfeld.
