Die Agrarmärkte zeigen derzeit unterschiedliche Entwicklungen. Während einige Rohstoffe an Wert gewinnen, stagnieren andere. Sojabohnen etwa haben kürzlich an der Chicago Board of Trade (CBoT) ein 6-Wochen-Hoch erreicht. Der März-Kontrakt schloss am Mittwoch bei 10,75 US-Dollar pro Bushel, was etwa 330 Euro pro Tonne entspricht. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Handelsgesprächen zwischen China und Kanada, die auch die Lieferung von Raps beinhalten könnten. Parallel dazu hat China erstmals seit Jahren wieder Canola aus Australien importiert.
Weizenpreise unter Druck durch schwachen Dollar
Die Weizenkurse an der CBoT verzeichneten positive Impulse, bedingt durch Frostsorgen im Schwarzen Meer und eine stabile globale Nachfrage. Tunesien und Jordanien sind erneut mit Ausschreibungen auf dem Markt aktiv. In Europa hingegen konnte der Euronext-Weizen nicht von dieser Dynamik profitieren. Der März26-Kontrakt blieb bei 190 Euro pro Tonne. Grund für die gedämpften Preise ist der schwache US-Dollar, welcher die Konkurrenzfähigkeit europäischer Waren auf dem Weltmarkt beeinträchtigt.
Anhaltende Preissteigerung bei Mais in der Ukraine
Nachdem die Maispreise an der CBoT schwach in die Woche starteten, erholten sie sich bis zur Wochenmitte auf 4,30 US-Dollar pro Bushel, das entspricht rund 141 Euro pro Tonne. Die Euronext-Preise für den März26-Kontrakt blieben nahezu unverändert bei 191,50 Euro pro Tonne. Trotz des schwachen US-Dollars profitieren die USA weiterhin von starken Getreideexporten. In der Ukraine hingegen sorgen stabile Inlandspreise dafür, dass die Offerten lokaler Verarbeiter gestiegen sind und über den Exportpreisen liegen.
Kartoffelmarkt bleibt ruhig
Der Terminmarkt für Kartoffeln zeigt derzeit kaum Bewegung. Aufgrund geringer Handelsaktivität und einer zurückhaltenden Nachfrage sank der April26-Kontrakt leicht auf 5,50 Euro pro Dezitonne, während der April27-Kontrakt bei 18,50 Euro pro Dezitonne notiert ist. Die aktuelle Marktlage spiegelt den physischen Markt wider, wo keine Anzeichen einer Belebung zu erkennen sind.
Anstieg bei Magermilchpulver setzt sich fort
An der European Energy Exchange (EEX) zeigt Magermilchpulver einen positiven Trend. Seit Jahresbeginn haben sich die Kurse deutlich erholt und erreichten am Mittwoch ein 4-Monats-Hoch von 2.360 Euro pro Tonne. Dies stellt einen Anstieg von 15% seit dem Tiefpunkt im Dezember dar. Butter hingegen zeigt sich stabil und verzeichnete nur leichte Erholungen; der April26-Kontrakt schloss bei 4.178 Euro pro Tonne.
Für den Umrechnungskurs gilt aktuell: 1 Euro = 1,1974 US-Dollar.
