Der Rindermarkt zeigt sich weiterhin uneinheitlich. Während Kühe und Bullen auf stabilem Preisniveau gehandelt werden, sind die Erlöse für Schlachtfärsen spürbar gestiegen.
Das Angebot an Jungbullen bewegt sich im normalen Rahmen. Die Nachfrage ist solide, sodass die Preise im Vergleich zur Vorwoche unverändert bleiben. In der letzten Augustwoche wurden insgesamt rund 7.000 Tiere weniger geschlachtet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Diese Lücke macht sich deutlich bemerkbar.
Für Tiere aus Haltungsform 3 werden im Durchschnitt Zuschläge von 30 Cent gezahlt. Bei Jungbullen schwanken die Aufschläge je nach Programm erheblich, besonders in Süddeutschland sind deutlich höhere Vergütungen üblich.
Ein knappes Angebot prägt derzeit den Markt für Färsen. Gleichzeitig ist die Nachfrage groß, was zu Preisanhebungen führt. Besonders gefragt sind hochwertige Tiere, die sowohl für den Export nach Südwesteuropa als auch für die Produktion von deutschem Dry-Aged-Beef genutzt werden. Im Vergleich zur Vorwoche legten die Preise um 17 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht zu.
Auch bei den Kühen ist das Angebot zwar überschaubar, jedoch etwas größer als noch in den Vorwochen. Diese Entwicklung gilt für alle Regionen. Trotz guter Nachfrage haben die Preise hier um 5 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht angezogen.
Für Kühe aus höheren Haltungsformen ergeben sich zusätzliche Vergütungen. Im Nordwesten beträgt der Zuschlag für Haltungsform 3 etwa 25 Cent je Kilogramm Schlachtgewicht. Für Haltungsform 4 werden 25 bis 30 Cent gezahlt, wenngleich nicht jeder Schlachtbetrieb einen Absatzkanal für solche Tiere hat. Zunehmend schaffen Molkereien jedoch die Voraussetzungen für eine entsprechende Vermarktung.
