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Trump-Regierung: Neue Ära der Marktexpansion und USDA-Kündigungen

Die US-Regierung unter Präsident Trump bietet Tausenden Mitarbeitern im Landwirtschaftsministerium (USDA) derzeit ein freiwilliges Programm zum vorzeitigen Ausscheiden an. Rund 15 Prozent der Beschäftigten haben dieses Angebot bisher angenommen. Das Ministerium ist insbesondere für die Qualitätssicherung von Lebensmitteln, agrarpolitische Entscheidungen und Ernährungsfragen verantwortlich. Nach Angaben eines Sprechers hatten sich bis zum Stichtag am 1. Mai insgesamt 15.182 Mitarbeiter für den frühzeitigen Ruhestand entschieden.

Agrarministerin Rollins plant derzeit eine Neuordnung innerhalb ihres Ressorts, um die Unterstützung der amerikanischen Bürger gezielter und wirksamer zu gestalten. Vorrangig sollen dabei Landwirte, Viehhalter und landwirtschaftliche Produzenten profitieren. Die Ministerin versichert, dass durch diese personellen Veränderungen die Leistungsfähigkeit und wichtige Aufgaben des Ministeriums erhalten bleiben.

Für die Reduzierung der Mitarbeiterzahlen nutzt die Regierung das sogenannte Deferred Retirement Program (DRP), das Beschäftigten ermöglicht, freiwillig und vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Die Trump-Administration begründet den Personalabbau mit einem starken Anstieg der Mitarbeiterzahlen während der Amtszeit des früheren Präsidenten Joe Biden. Diese Expansion sei laut Regierung nicht finanziell nachhaltig gewesen, da sie ohne langfristige Finanzplanung erfolgte.

Aus verschiedenen Bereichen des Landwirtschaftsministeriums haben Mitarbeiter das Angebot auf vorzeitigen Ruhestand wahrgenommen. Betroffen sind unter anderem der Dienst für Lebensmittelsicherheit und Inspektion (Food Safety and Inspection Service), die Farm Service Agency und zahlreiche regionale Dienststellen. Allein beim Natural Resources Conservation Service haben mehr als 2.400 Beschäftigte ihren Rücktritt eingereicht.

Das US-Agrarministerium umfasst insgesamt 29 Behörden und Büros mit etwa 100.000 Mitarbeitern, verteilt auf mehr als 4.500 Standorte im gesamten Land. Bereits Anfang des Jahres waren rund 6.000 Angestellte zunächst temporär entlassen worden, allerdings erfolgte kurze Zeit später eine Wiedereinstellung. Einige Kündigungen mussten rückgängig gemacht werden, da zusätzliches Personal für Maßnahmen gegen die Vogelgrippe dringend gebraucht wurde.

Die Behörde für Lebensmittelsicherheit und Inspektion bleibt weiterhin personell gut ausgestattet, da deren Aufgaben als unverzichtbar für die öffentliche Gesundheit eingestuft werden. Landwirtschaftsministerin Rollins kündigte zudem an, in naher Zukunft die Eierpreise zu reduzieren und den internationalen Agrarhandel wieder zu beleben. In diesem Zusammenhang plant sie Reisen nach Großbritannien, Japan und Brasilien, um die Handelsbeziehungen mit diesen Ländern zu vertiefen. Der Handel mit China ist aktuell aufgrund der bestehenden Handelsspannungen zwischen den beiden Staaten stark zurückgegangen.

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