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Stihl verlagert Mährobotik-Entwicklung nach China

Die Unternehmensleitung von Stihl hat entschieden, das komplette Geschäft mit Mährobotern aus Deutschland und Österreich abzuziehen. Künftig soll die Entwicklung und Fertigung dieser Produktlinie vollständig in China stattfinden. Die Information wurde in einem offiziellen Schreiben an die Vertriebs- und Servicepartner übermittelt.

Grundlage dieser Entscheidung ist nach Angaben des Unternehmens eine umfassende Bewertung aktueller Marktentwicklungen. Ziel ist es, das Segment der Mährobotik gezielt auszubauen und die Position von Stihl in diesem wachsenden Markt zu festigen. Der Standort China wird dabei zu einem zentralen Element der künftigen Ausrichtung.

Asien soll laut Unternehmensstrategie künftig eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung neuer Generationen von Mährobotern einnehmen. Ausschlaggebend dafür seien die technologischen Voraussetzungen in der Region – darunter die hohe Innovationsgeschwindigkeit, fortschrittliche digitale Lösungen sowie wettbewerbsfähige Preise bei gleichbleibend hoher Produktqualität.

Geplant ist der Aufbau eines eigenen Entwicklungszentrums für Mähroboter direkt in China. Wann die neuen Modelle marktreif sein werden, steht noch nicht fest. Für die Saison 2026 wird es daher keine neuen iMow-Produkte geben. Das bestehende Sortiment bleibt jedoch im Vertrieb und wird weiterhin unterstützt. Perspektivisch sollen neue Produkte das Portfolio wieder erweitern.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den bisherigen europäischen Standorten wurden über die bevorstehenden Umstrukturierungen informiert. In Waiblingen sowie an weiteren betroffenen Werken laufen Gespräche mit den jeweiligen Betriebsräten. Dabei hebt das Unternehmen hervor, dass soziale Verantwortung und ein fairer Umgang mit der Belegschaft für Stihl von großer Bedeutung sind.

Bereits zu Jahresbeginn hatte Stihl öffentlich signalisiert, dass bei verbesserten Rahmenbedingungen eine Rückkehr von Fertigungsaktivitäten nach Deutschland möglich sei. In einem Appell an die Politik stellte das Unternehmen klar, dass man grundsätzlich bereit sei, in der Region zu investieren – sofern sich die Standortfaktoren bis zum Jahr 2030 verbessern. Ursprünglich war ein neues Werk in Ludwigsburg geplant, nun wird auch die Schweiz als alternativer Standort geprüft.

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