Die Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße in Brandenburg haben einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) gemacht. Die Europäische Kommission sowie der Ständige Veterinärausschuss der EU haben der Aufhebung der letzten ASP-Sperrzonen in diesen Gebieten zugestimmt, wie das Brandenburger Agrarministerium bekannt gab.
Entwicklung der Seuchenlage
Die Tierseuche war zuletzt im November bzw. April 2024 in den betroffenen Landkreisen bei verendeten Wildschweinen nachgewiesen worden. Dies führte dazu, dass die Behörden bereits im September und November 2025 alle Sperrzonen bis auf einen letzten Schutzkorridor aufheben konnten. Nun ist auch der Landkreis Oberspreewald-Lausitz vollständig frei von Restriktionszonen, während im Landkreis Spree-Neiße lediglich ein Schutzkorridor entlang der Grenze zu Polen verbleibt.
Rechtliche Anpassungen und Beobachtungen
Mit dem Inkrafttreten des geänderten Anhangs I der Durchführungsverordnung (EU) 2023/594 am 28. Februar werden besondere Maßnahmen zur Bekämpfung der ASP verstärkt. Die betroffenen Landkreise haben ihre Allgemeinverfügungen zu Tierseuchen entsprechend angepasst, um weiterhin eine intensive Überwachung sicherzustellen.
Das Potsdamer Ministerium betont, dass die Seuchensituation in den nun freigegebenen Gebieten weiter genau beobachtet wird. Alle aufgefundenen oder erlegten Wildschweine werden systematisch auf ASP untersucht, um jegliche Rückkehr der Seuche frühzeitig zu erkennen.
Zukünftige Herausforderungen
Trotz dieser Fortschritte bleibt die Afrikanische Schweinepest eine Bedrohung für die Landwirtschaft in Europa. Insbesondere die Nähe zur polnischen Grenze erfordert anhaltende Wachsamkeit. Die Maßnahmen zur Eindämmung werden fortgesetzt, um eine erneute Ausbreitung zu verhindern und die Sicherheit für Tierbestände zu gewährleisten.
