Die Baywa AG hat kürzlich einen bedeutenden Schritt zur Schuldenreduzierung unternommen, indem sie ihre niederländische Tochtergesellschaft Cefetra veräußerte. Der Verkauf, der ursprünglich im Dezember 2025 vereinbart wurde, bringt dem Konzern Einnahmen in Höhe von 125 Millionen Euro. Diese Mittel sollen überwiegend zur Schuldentilgung eingesetzt werden.
Schuldenabbau durch Verkauf
Mit der Entkonsolidierung von Cefetra erzielt die Baywa AG einen deutlichen Entlastungseffekt. Insgesamt reduzieren sich die Verbindlichkeiten des Unternehmens um über 600 Millionen Euro. Zusammen mit früheren Verkäufen im Jahr 2025 konnte der Konzern bisher Schulden in Höhe von insgesamt 1,3 Milliarden Euro abbauen.
Weitere Herausforderungen im Schuldenabbau
Trotz dieser Fortschritte steht die Baywa AG weiterhin vor großen Herausforderungen. Der Sanierungsplan sieht vor, dass bis 2028 insgesamt 4 Milliarden Euro an Schulden abgebaut werden müssen. Es verbleiben noch 2,7 Milliarden Euro, die durch den geplanten Verkauf der internationalen Energietochter Baywa r.e. gedeckt werden sollen. Medienberichte schätzen den möglichen Erlös aus diesem Geschäft auf etwa 2 Milliarden Euro.
Allerdings haben jüngste politische Entwicklungen in den USA das Geschäft mit erneuerbaren Energien erschwert, was Zweifel an der Realisierung dieses Erlöses aufkommen lässt.
Cefetra Group: Globaler Akteur
Cefetra ist ein bedeutender globaler Anbieter von landwirtschaftlichen Rohstoffen, die unter anderem für Tiernahrung und Lebensmittelzusätze verwendet werden. Die Gruppe besteht aus 17 Unternehmen und ist an über 35 Standorten in Europa und darüber hinaus tätig. Zu den bekannten Marken innerhalb der Gruppe zählen unter anderem Royal Ingredients Group und Premium Crops.
Die Baywa AG hatte Cefetra im Jahr 2012 als Teil ihrer Strategie zur Internationalisierung erworben. Der aktuelle Verkauf markiert einen wichtigen Meilenstein in der finanziellen Restrukturierung des Unternehmens.
