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Neue Gesetze in UK: Strengere Maßnahmen gegen Hundeangriffe auf Nutztiere

In Großbritannien sehen sich Landwirte mit einer zunehmenden Bedrohung durch Hundeangriffe auf ihre Nutztiere konfrontiert. Mit der Verabschiedung eines neuen Gesetzes in England und Wales sollen nun Maßnahmen ergriffen werden, um dieses Problem zu bekämpfen. Die National Farmers Union (NFU) hat sich seit 2019 intensiv für die Verschärfung der Vorschriften eingesetzt, und dieser Vorstoß zeigt nun Wirkung: Der Gesetzentwurf wurde vom Oberhaus einstimmig gebilligt und wird dem König zur Zustimmung vorgelegt.

Steigende Zahlen von Hundeangriffen auf Nutztiere

Laut Schätzungen der Versicherung NFU Mutual wurden im Jahr 2024 Nutztiere im Wert von fast 1,8 Millionen Pfund durch Hunde verletzt oder getötet. Besonders betroffen ist die Region Midlands, wo Schäden von 452.000 Pfund verzeichnet wurden. Diese Vorfälle haben nicht nur finanzielle Auswirkungen, sondern bedeuten auch emotionalen Stress für die betroffenen Landwirte. Angesichts dieser alarmierenden Zahlen fordern sie seit langem eine klare Verschärfung der bestehenden Gesetze.

Erweiterte Polizeibefugnisse und höhere Strafen

Das neue Gesetz sieht vor, dass die Polizei erweiterte Befugnisse erhält, um gegen Hundeangriffe vorzugehen. In Zukunft können sie moderne forensische Methoden wie DNA-Analysen und Gebissabdruckuntersuchungen nutzen. Darüber hinaus werden die Geldstrafen für Hundehalter, deren Tiere diese Angriffe verursachen, deutlich erhöht. Eine Petition mit über 10.000 Unterschriften hatte zuvor die britischen Minister dazu aufgefordert, das bestehende Gesetz zum Schutz von Nutztieren zu überarbeiten.

Angriffe als Straftat eingestuft

Künftig gelten Attacken von Hunden auf öffentlichen Wegen oder Straßen ebenfalls als Straftat. Viele Nutztiere weiden in England außerhalb eingezäunter Flächen, was das Risiko solcher Angriffe erhöht. Laut NFU ist die neue Gesetzgebung ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der Landwirte: Sie ermöglicht stärkere Durchsetzungsbefugnisse für die Polizei und setzt deutliche Zeichen gegen unverantwortliche Hundehaltung.

Die Auswirkungen dieser Maßnahmen sind bedeutend für die landwirtschaftlichen Betriebe: Sie bieten nicht nur einen besseren Schutz ihrer Tiere, sondern helfen auch dabei, die wirtschaftlichen Verluste zu minimieren und den psychologischen Druck auf die Landwirte zu verringern.

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