Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Agrarhandel nimmt stetig zu und bietet vielversprechende Möglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe. Ein aktuelles Beispiel liefert die AgriV Raiffeisen eG, die auf ihrer Generalversammlung die Integration von KI in den Verkauf von Rollrasen präsentierte.
Rollrasenverkauf mit digitaler Unterstützung
Stefan Krämer von der AgriV erklärte, dass die KI namens „Clara Grün“ bereits aktiv im Vertrieb eingesetzt wird. Er schilderte einen Testanruf, bei dem er Clara auf die ansprechende Rasenfläche seines Nachbarn hinwies und selbst Bedarf anmeldete. Die KI reagierte prompt und empfahl ihm eine Premium-Rasensorte statt der strapazierfähigeren Variante.
Flexibilität zeigt sich besonders in der Preisgestaltung: Auf unterschiedliche Quadratmeterangaben konnte Clara sofort passende Preisangebote machen. Auch bei der Wahl zwischen Abholung und Lieferung hatte die KI schnell eine Lösung parat. Sämtliche Bestelldaten wurden anschließend per E-Mail bestätigt, was den Kaufprozess effizient abschloss.
Potenzial und Herausforderungen für Landwirte
Zwar ist es momentan noch an der gleichbleibenden Stimmlage und leichten Verzögerungen in den Antworten erkennbar, dass man mit einer Maschine spricht, doch diese technologischen Hürden dürften bald überwunden sein. Krämer hob hervor, dass der persönliche Kontakt weiterhin möglich bleibt, jedoch voraussichtlich weniger genutzt wird, insbesondere bei Bestellungen außerhalb üblicher Geschäftszeiten wie Samstagabends.
Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet dies neue Effizienzgewinne im Einkauf und Vertrieb. Flexiblere Öffnungszeiten und schnellere Bearbeitungszeiten könnten helfen, Arbeitsabläufe zu optimieren. Dennoch bleibt die Herausforderung bestehen, diese neuen Technologien nahtlos in bestehende Betriebsprozesse zu integrieren.
Chancen durch digitale Innovationen
Die Einführung von KI im Agrarhandel zeigt deutlich das Potenzial digitaler Technologien zur Optimierung betrieblicher Prozesse. Neben der Einsparung von Zeitressourcen bieten sie auch eine verbesserte Kundenkommunikation. Für Landwirte und Agrarunternehmen bedeutet dies jedoch auch eine Anpassung an neue Technologien und die Notwendigkeit, Mitarbeiter entsprechend zu schulen.
Insgesamt könnte Künstliche Intelligenz so dazu beitragen, den Agrarsektor zukunftssicher zu gestalten und auf neue Herausforderungen flexibel zu reagieren.
