Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel hat im Jahr 2025 trotz gestiegener Preise insgesamt mehr Milchprodukte abgesetzt. Dies geht aus den jüngsten Erhebungen des Marktforschungsinstituts NielsenIQ hervor, die im Rahmen des Handelspanels durchgeführt wurden. Besonders Produkte wie Käse in Selbstbedienung, Quark, Joghurt und Butter verzeichneten einen Zuwachs, während der Absatz von Mischstreichfetten leicht rückläufig war.
Butterabsatz steigt trotz gesunkener Margarineverkäufe
Im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass der Trend zu Käse in Selbstbedienung anhält, mit einem Anstieg von 2,5 % auf nahezu 1,2 Millionen Tonnen. Der Lebensmitteleinzelhandel profitierte zudem von einem erhöhten Butterabsatz, der sich nach einer Preissenkung in der zweiten Jahreshälfte um 2,1 % auf 253.800 Tonnen erhöhte. Die Nachfrage nach Margarine hingegen sank um 5,8 % auf 146.800 Tonnen. Experten vermuten, dass dies auf eine reduzierte Preisdifferenz zwischen Butter und Margarine zurückzuführen ist.
Nachfrage nach Biomilch nimmt weiter zu
Konsummilch verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg von 0,5 % und erreichte ein Volumen von 3.046,6 Millionen Litern. Besonders die Bio-Trinkmilch war gefragt und legte um 5,1 % zu, was zu einem Gesamtabsatz von 454,1 Millionen Litern führte. Während die Nachfrage nach Weidemilch insgesamt um 0,6 % auf 275,9 Millionen Liter sank, erholten sich die Verkaufszahlen im letzten Quartal.
Anhaltender Aufwärtstrend bei Joghurt und Quark
Joghurt erzielte im vergangenen Jahr ein Wachstum von 2,8 %, was dem Trend der letzten Jahre entspricht. Insgesamt wurden etwas mehr als eine Million Tonnen verkauft. Quark erlebte mit einem Sprung von 7,4 % auf 391.300 Tonnen einen besonders starken Anstieg. Sahne blieb mit einem leichten Plus von 0,2 % stabil.
Umsatzwachstum durch höhere Preise
In allen Produktkategorien stiegen die Umsätze gegenüber dem Vorjahr an. Dies ist größtenteils darauf zurückzuführen, dass die Preise pro Einheit höher wurden als in den Vorjahren. Bei einigen Produkten wie Quark und Butter waren die Mengensteigerungen jedoch deutlicher als der Umsatzanstieg.
Sinkende Verbraucherpreise im Dezember
Im Dezember des vergangenen Jahres konnten Verbraucher durchschnittlich weniger für Milchprodukte ausgeben als noch im November zuvor. Die Kosten für Trinkmilch, Butter und Mischfette gingen spürbar zurück. Allerdings blieben die Preise für Bio-Konsummilch und bestimmte Käseprodukte weitgehend stabil.
