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Forschungsprojekt bringt Saflor zurück auf deutsche Felder

Die Universität Hohenheim initiiert derzeit ein bedeutendes Forschungsprojekt, um die robuste Ölpflanze Saflor, auch bekannt als Färberdistel, wieder auf deutsche zu bringen. In Zusammenarbeit mit zwei Pflanzenzuchtbetrieben haben die Forscher das Ziel, die Pflanze insbesondere im ökologischen Landbau zu etablieren. Angesichts des Klimawandels gewinnt die Saflor, die Stressfaktoren wie und trotzt, wieder an Interesse. Darüber hinaus soll sie die fördern und wirtschaftliche Chancen für regionale Produkte eröffnen.

Saflor, eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler, wurde ursprünglich als Färber- und Medizinalpflanze genutzt und wird heute hauptsächlich in Asien zur Produktion von hochwertigem Speiseöl angebaut. Die Samen der Saflor enthalten einen hohen Anteil an Öl, das aufgrund seines niedrigen Gehalts an gesättigten Fettsäuren als ernährungsphysiologisch wertvoll gilt. Allerdings fehlen derzeit Sorten, die für den Anbau in Deutschland geeignet sind. Das Projekt CarthBreed, geleitet von der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim, arbeitet gezielt an der Züchtung neuer Sorten, die optimal an die deutschen Klimabedingungen angepasst sind.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft () unterstützt diese Forschungsarbeiten mit einer Förderung von fast 365.000 Euro. Das Projekt, das bis zum 28. Februar 2027 läuft, zielt darauf ab, die Saflor wieder als wichtige Kulturpflanze auf deutschen Feldern zu etablieren.

Die Saflor, bekannt für ihre Widerstandsfähigkeit gegen widrige Umweltbedingungen, bietet zahlreiche Vorteile. Neben ihrer Anpassungsfähigkeit an Trockenheit und Hitze kann sie die Biodiversität auf den Feldern erhöhen und neue wirtschaftliche Möglichkeiten für Landwirte schaffen. Die hohe Ölqualität der Saflor macht sie zudem zu einer attraktiven Option für die Lebensmittelproduktion.