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Maisanbaufläche in Deutschland sinkt weiter

Die Anbaufläche für Mais in Deutschland nimmt weiter ab. Für das Jahr 2025 wird erwartet, dass nur noch rund 2,45 Millionen Hektar bestellt werden. Das entspricht einem Minus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und stellt nach Angaben des Deutschen Maiskomitees (DMK) sowie des Statistischen Bundesamtes den niedrigsten Wert seit 2010 dar. Der Rückgang setzt damit eine Entwicklung fort, die bereits 2021 begann und lediglich 2024 kurzzeitig unterbrochen wurde.

Besonders beim Silomais zeigt sich die Abnahme deutlich. Nach den Schätzungen dürfte die Fläche 2025 um 4,2 Prozent schrumpfen und auf 1,96 Millionen Hektar sinken. Damit wird erstmals seit 2010 die Marke von zwei Millionen Hektar unterschritten. Vor fünf Jahren hatte der Silomaisanbau noch seinen Höhepunkt erreicht, als 2,3 Millionen Hektar vor allem für die Versorgung von Biogasanlagen genutzt wurden. In den folgenden Jahren führten gesetzliche Vorgaben und ein rückläufiger Viehbestand jedoch zu einer stetigen Verkleinerung der Flächen. Im Jahr 2024 war die Anbaufläche kurzfristig gewachsen, da die Witterung im Herbst 2023 viele Aussaaten verhinderte und die Betriebe im Frühjahr 2024 verstärkt auf Silomais setzten.

Auch beim Körnermais ist ein Rückgang zu verzeichnen. Für 2025 wird die Anbaufläche auf etwa 488.900 Hektar geschätzt, was einem Minus von 1,9 Prozent entspricht. Damit bleibt die Fläche erneut unter der Marke von einer halben Million Hektar. Während einige Bundesländer leichte Zuwächse meldeten, gleichen deutliche Rückgänge in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen diese Entwicklung bundesweit mehr als aus.

Die regionale Betrachtung zeigt ein uneinheitliches Bild. Laut Statistischem Bundesamt konnten nur Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz eine Ausweitung ihrer Körnermaisflächen verzeichnen. In allen anderen Bundesländern ist die Tendenz rückläufig, wobei Sachsen-Anhalt mit einem Minus von 13,4 Prozent den stärksten Rückgang meldete.

In den drei bedeutendsten Maisanbaugebieten Deutschlands, nämlich Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, fällt der Rückgang beim Silomais besonders ins Gewicht. Hier gingen die Flächen um 3,4, 4,7 und 2,3 Prozent zurück. Damit bestätigt sich der bundesweite Trend sinkender Anbauflächen sowohl beim Silomais als auch beim Körnermais.

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