Die jüngsten Entwicklungen auf den Agrarmärkten zeigen eine gemischte Dynamik. Während sich die Raps- und Sojamärkte erholen, bleibt der Kartoffelhandel weiterhin träge. Gleichzeitig hat sich das Exporttempo der Ukraine in Bezug auf Mais trotz schwieriger Bedingungen erhöht.
Raps und Soja profitieren von Währungs- und Marktbewegungen
Am Rapsmarkt setzte sich der Aufschwung fort, wobei der Mai-Future um 4,50 € auf 473,25 €/t anstieg. Auch die Preise für Sojabohnen verzeichneten an der CBoT einen Anstieg um 11,5 Cent, was einem Kurs von 10,64 USD/bu entspricht. Diese Entwicklungen wurden durch den schwächeren Euro sowie steigende Canola-Kurse aus Kanada unterstützt. Trotz regenbedingter Verzögerungen in Brasilien wird kein ernsthafter Rückschlag für die Ernte erwartet.
Maisexporte aus der Ukraine nehmen Fahrt auf
Die Maispreise an der Euronext erzielten ein leichtes Plus von 0,25 €, während sie an der CBoT um 2 Cent nachgaben und bei 4,22 USD/bu schlossen. Der europäische Markt profitiert weiterhin von ukrainischen Importen, obwohl deren Volumen bislang gering war. Im Januar gelang es der Ukraine sogar, die Exporte im Vergleich zum Vormonat zu steigern – trotz der russischen Luftangriffe.
Kartoffelmarkt ohne neue Impulse
An den Terminmärkten für Kartoffeln herrscht weiterhin wenig Bewegung. Neue Abschlüsse sind selten und das Interesse seitens der Käufer bleibt begrenzt. Der April-2026-Kontrakt fiel leicht auf derzeit 5,50 €/dt. Ähnlich verhalten zeigt sich auch die Preisentwicklung am Kassamarkt mit stagnierenden Preisen auf niedrigem Niveau.
Positive Entwicklungen im Milchsektor
Trotz eines Rückgangs bei den Butterkursen an der EEX konnte Magermilchpulver deutliche Gewinne verzeichnen. Besonders hervorzuheben ist ein Zuwachs beim April-2026-Kontrakt um 66 €, was insgesamt zu einem positiven Ergebnis bei der letzten GDT-Auktion führte. Hier stiegen die Erlöse für Butter um 2,1 Prozent und für Magermilchpulver um 2,2 Prozent.
Laut aktuellen Umrechnungskursen entspricht 1 € etwa 1,1739 USD.
