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IGC hebt Rapsernte 2025/26 deutlich an

Die globale Rapsernte 2025/26 wird voraussichtlich deutlich höher ausfallen als bisher angenommen. Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Prognose im Januar um über 2 Millionen Tonnen auf insgesamt 95 Millionen Tonnen angehoben, was einer Steigerung von etwa 9 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Anpassung ist auf eine größere Anbaufläche und optimistischere Ertragserwartungen zurückzuführen. Obwohl ein Anstieg der globalen Lagerbestände erwartet wird, bleibt der weltweite Handel mit Raps gemäß IGC verhalten.

Erhöhung der Rapserträge in Kanada und Australien

Der prognostizierte Anstieg der globalen Rapserzeugung resultiert hauptsächlich aus den gestiegenen Erwartungen für Kanada, Australien und die EU. In Kanada bestätigte das IGC die Vorhersagen einer Rekordernte von Statistics Canada, wobei die Erträge deutlich besser waren als zuvor geschätzt. Auch in Australien scheinen die Ergebnisse positiv überrascht zu haben. Innerhalb der EU führten bessere Druschergebnisse in West- und Nordeuropa zu einem moderaten Produktionszuwachs.

Zusammen ergeben diese Regionen einen Anstieg von über 2 Millionen Tonnen gegenüber den November-Schätzungen. Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass die Rapsernte in den genannten Regionen erheblich besser ausgefallen ist als ursprünglich prognostiziert.

Anstieg des Weltverbrauchs und Auswirkungen auf Lagerbestände

Der IGC erwartet einen geringeren Anstieg des weltweiten Rapsverbrauchs im Vergleich zur Produktion. Der Verbrauch wird auf knapp 94 Millionen Tonnen geschätzt, was etwas unter dem globalen Angebot liegt. Dies führt dazu, dass mehr Raps in die weltweiten Lagerbestände fließt, die am Ende der Saison rund 9 Millionen Tonnen umfassen dürften – etwa 1 Million Tonnen mehr als in der vorherigen Schätzung.

Insbesondere bei großen Exporteuren wird ein deutlicher Zuwachs an Beständen erwartet. Dies könnte potenziell Auswirkungen auf die Marktdynamik haben, da größere Vorräte normalerweise einen preisdämpfenden Effekt haben können.

Verhaltenes Handelsvolumen trotz größerer Ernte

Laut IGC wird das globale Handelsvolumen auf rund 18 Millionen Tonnen geschätzt, was nur leicht über den November-Prognosen liegt und unter dem Niveau des Vorjahres bleibt. Insbesondere China plant geringere Importe aus Kanada, während auch die EU aufgrund ihrer verbesserten Ernte weniger importieren dürfte. Australien hingegen wird voraussichtlich nahe dem Vorjahresniveau exportieren. Die Ukraine hingegen sieht sich durch kleinere Ernten und Exportbeschränkungen mit einem Rückgang konfrontiert.

Differenzen zwischen IGC und USDA

Sowohl das IGC als auch das USDA erwarten eine Welt-Rapsproduktion von etwa 95 Millionen Tonnen für 2025/26. Allerdings schätzt das IGC den Verbrauch höher ein, was zu einer niedrigeren Prognose der Endbestände führt. In Bezug auf den Handel liegt das IGC leicht unter den Zahlen des USDA mit knapp 18 Millionen Tonnen und erwartet höhere EU-Importe.

Diese unterschiedlichen Einschätzungen führen dazu, dass das IGC eine knappere Versorgungslage sieht, während das USDA eine entspanntere Bilanz schildert. Kurzfristig könnte dies für eine stabile Preisentwicklung ohne starkes Aufwärtspotenzial sprechen, wobei höhere EU-Importe vor allem in Hafennähe preissenkend wirken könnten.

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