Die globalen Ölpreise zeigen dieser Tage eine beeindruckende Volatilität. Nachdem sie in den letzten Tagen einen starken Anstieg verzeichneten, fielen die Preise gestern zunächst im frühen Handel drastisch, bevor sie mit der Öffnung der US-Märkte wieder zulegten. In Asien setzt sich der Aufwärtstrend insbesondere bei Gasöl fort, was darauf hindeutet, dass auch die Heizölpreise im Inland steigen werden.
*Heizölpreise werden von fastenergy.de zur Verfügung gestellt. Partnerprogramm.
Marktentwicklung und Einflussfaktoren
Der aktuelle Preis für die europäische Nordsee-Ölsorte „Brent“ liegt bei 83,50 Dollar pro Barrel. Gasöl zur Lieferung im März wird derzeit zu einem Preis von 1090 Dollar pro Tonne gehandelt. Der Euro bleibt stabil gegenüber dem Dollar und pendelt um die Marke von 1,16 Dollar.
Die Ankündigung des US-Präsidenten, den Ölexport aus dem Persischen Golf durch militärische Begleitung und verbesserte Versicherungsbedingungen zu fördern, brachte nur kurzfristige Beruhigung an den Märkten. Viele Händler bezweifeln die Umsetzbarkeit dieser Maßnahmen. Der andauernde Konflikt sorgt für Unsicherheit und es wird damit gerechnet, dass dieser noch einige Wochen oder Monate andauern könnte.
Auswirkungen auf Ölproduktion und Bestände
Im Irak musste die Ölförderung um nahezu 1,5 Millionen Barrel pro Tag reduziert werden aufgrund begrenzter Lagerkapazitäten. Parallel dazu hat China ein Verbot für Treibstoffexporte verhängt, was die Versorgungsängste weiter verstärkt. Im Gegensatz zu Rohöl verzeichnen die Gasölpreise einen Anstieg von rund 50 Prozent – den höchsten Stand seit Beginn des Ukraine-Kriegs – während Rohölpreise auf einem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre verharren.
Die neuesten Lagerbestandsdaten des DOE zeigten einen Anstieg von Rohölbeständen um 3,5 Millionen Barrel und Destillatvorräten um 0,4 Millionen Barrel. Benzinbestände hingegen nahmen um 1,7 Millionen Barrel ab. Die Gesamtnachfrage fiel auf täglich 19,9 Millionen Barrel zurück.
Heizölpreise unter Druck
Trotz einer fast zum Erliegen gekommenen Nachfrage steigen die Heizölpreise in Deutschland weiter an. Es wird mit einem Preisanstieg von etwa drei Cent pro Liter gerechnet. Für Besitzer von Ölheizungen bietet der eigene Vorrat einen Vorteil gegenüber Gasheizungen. Sollte der Vorrat bis zum Ende der Heizperiode reichen, könnten sich die Preise bis zur nächsten Auffüllung wieder normalisieren.
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Am Devisenmarkt blieben größere Schwankungen aus; der Euro konnte sich weiterhin über der Marke von 1,16 Dollar halten. Analysten erwarten allerdings eine Stärkung des Dollars bei einer Fortsetzung des Konflikts.

