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Biomilchpreise auf Rekordniveau: Preisschere öffnet sich weiter

Im Sommer 2025 setzte sich die Preisentwicklung für Bio-Milch erneut nach oben fort. Die Erzeugermengen blieben im ersten Halbjahr hinter den Vorjahreswerten zurück, während die Auszahlungspreise weiter anzogen.

Nach Angaben der AMI erreichte der bundesweite Durchschnittswert für Bio-Milch mit einem Fettgehalt von 4,0 Prozent und einem Eiweißgehalt von 3,4 Prozent im Juli rund 65,7 Cent je Kilogramm. Damit wurde ein neuer Höchstwert erreicht. Gegenüber Juni legte die Auszahlung um 0,6 Cent zu. Seit mehr als zwölf Monaten hält diese Entwicklung an und auch im Juli überschritt der Auszahlungspreis bereits zum neunten Mal in Folge die Marke von 60 Cent.

Durch den erneuten Anstieg hat sich der Abstand zum Vorjahr weiter vergrößert. Im Juli lagen die Bio-Milchpreise durchschnittlich 16,1 Prozent beziehungsweise 9,1 Cent über dem Wert des Vorjahresmonats. Für den Zeitraum von Januar bis Juli 2025 ergibt sich nach ersten Berechnungen der AMI ein bundesweiter Mittelwert von 64,2 Cent je Kilogramm. Das entspricht einem Plus von 14,5 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2024.

Auch die Auszahlung für konventionelle Milch legte im Juli zu, wenn auch in geringerem Umfang. Nach Schätzungen der AMI lag der Durchschnittspreis hier bei 53,4 Cent je Kilogramm. Damit wuchs der Abstand zwischen beiden Segmenten weiter an: Im Juli erhielten die Erzeuger von Bio-Milch im Schnitt 12,3 Cent mehr je Kilogramm als ihre Kollegen mit konventioneller Erzeugung.

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