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Weizenpreise fallen nach Rohstoffpreisrückgang und Euro-Korrektur

Der Start in die Handelswoche bringt für die Weizenpreise an der Euronext einen Rückgang mit sich. Nachdem sie am Freitag noch deutlich gestiegen waren, sinken die Preise am Montag um knapp 2 Euro auf 192,50 Euro je Tonne. Hintergrund ist der Druck durch die fallenden Rohstoffpreise und eine anhaltend unsichere geopolitische Lage. Die jüngste Korrektur des Euro-Dollar-Wechselkurses hatte den europäischen Weizen zuvor gestützt, doch die extremen Wetterbedingungen in Regionen wie Osteuropa und Russland sorgen weiterhin für Besorgnis.

Markteinflüsse und Preisentwicklungen

In der vergangenen Woche hatten extreme Kältewellen in Russland Auswirkungen auf benachbarte Länder wie die Ukraine und Polen, was dortige Ernten gefährdet, trotz einer relativ dicken Schneedecke. Am Devisenmarkt hatte der Euro-Dollar-Kurs zuletzt nachgegeben und schloss am Freitag bei 1,1850, nachdem er zuvor Panik getrieben auf 1,2080 gestiegen war. Analysten von Agritel beobachteten, dass der Euronext-Weizenkontrakt für März 2026 mit einem Anstieg von 3 Euro auf 194,25 Euro je Tonne einen wichtigen Widerstand durchbrechen konnte.

Auch die Europäische Kommission passt ihre Prognosen an: Die Schätzung der Weizenbestände in der EU-27 wurde um 1,7 Millionen Tonnen auf nunmehr 13 Millionen Tonnen erhöht, während die Gerstenbestände aufgrund höherer Exporte um 1,9 Millionen Tonnen auf 4,2 Millionen Tonnen gesenkt wurden.

Maispreisentwicklung im Gleichschritt mit Weizen

Die Maispreise an der Euronext zeigten am Freitag nur einen leichten Anstieg von 0,75 Euro je Tonne für den März-2026-Kontrakt und lagen dadurch unter dem Weizenpreis. Im laufenden Handel am Montag gaben sie um knapp 1 Euro nach und erreichten ebenfalls ein Niveau von 192,50 Euro je Tonne. Die Nachfrage innerhalb der EU stützt zwar weiterhin den Maispreis, jedoch beeinflussen schwächere Weizenpreise und Abwärtsdruck aus Chicago den Markt negativ.

Trotz des Rückgangs bleiben die Maispreise durch starke US-Exporte und verschlechterte Erntelage in Argentinien gestützt. Die Börse von Buenos Aires meldet eine Verschlechterung des Zustands des argentinischen Maises: Nur noch 46 % werden als gut bis ausgezeichnet bewertet.

Rapsmarkt zeigt leichte Erholung

Im Gegensatz zu den Getreidepreisen gerieten die Rapspreise bereits am Freitag unter Druck durch beginnende Rückgänge bei den Ölpreisen. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran trugen zur Reduzierung geopolitischer Risikoprämien bei. Der Euronext-Raps-Kontrakt für Mai 2026 schloss mit einem Minus von 5,25 Euro bei 472,25 Euro je Tonne ab.

Trotz fallender Ölpreise zeigten sich die Rapspreise am Montag leicht erholt – sie stiegen um 1,25 Euro auf 474 Euro je Tonne. Unsicherheit herrscht weiterhin am Sojabohnenmarkt: In den USA werden positive Verarbeitungsprognosen durch andauernde Exportverzögerungen getrübt. In Südamerika stehen Brasiliens Rekordernten im Kontrast zu den schwierigen Bedingungen in Argentinien.

Während sich das Wetter in Argentinien als trocken-heiß präsentiert und die Aussaat nahezu abgeschlossen ist, hat dies preisstützende Effekte. Insgesamt endete die vergangene Woche für den Rohstoffsektor jedoch abrupt mit einer deutlichen Korrektur bei Edelmetallen und Rohölpreisen.

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