Anzeige
 

Düngesaison startet: Was Landwirte ab 1. Februar beachten müssen

Mit dem Beginn des Februars endet die winterliche Sperrfrist für Stickstoffdünger und Gülle, ein wichtiger Termin im landwirtschaftlichen Kalender. Ab dem 1. Februar dürfen Landwirte wieder Düngemittel ausbringen, vorausgesetzt, die Bodenverhältnisse lassen dies zu. Die Regelungen der Düngeverordnung, die auch die Sperrfristen umfasst, sind weiterhin gültig, obwohl das Bundesverwaltungsgericht jüngst eine Entscheidung zur Bayerischen Ausführungsverordnung getroffen hat.

Gültigkeit der düngeverordnung trotz Gerichtsentscheidung

Trotz der aktuellen Rechtsprechung betreffen mögliche Änderungen zunächst nur die sogenannten Roten Gebiete. Für alle anderen Flächen endet die Sperrfrist für Stickstoffdünger am 1. Februar. Bereits seit dem 16. Januar ist es erlaubt, Festmist von Huf- und Klauentieren sowie Kompost auszubringen.

Bedingungen für das Düngen nach Fristende

Die Erlaubnis zum Düngen hängt nicht ausschließlich vom Datum ab. Entscheidend sind die tatsächlichen Bedingungen auf den Feldern. So ist das Ausbringen von stickstoff- und phosphorhaltigen Düngemitteln untersagt, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist. Landwirtschaftliche Betriebe sollten sich bei Unklarheiten an ihre Kreisstellen wenden.

Klare Richtlinien bei Schnee und Frost

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hat Kriterien veröffentlicht, die festlegen, wann ein Acker als schneebedeckt gilt – Auflagen, die auch für Bodenhilfsstoffe und Biostimulanzien gelten.

Anpassungen der Sperrfristen in bestimmten Regionen

In einigen Regionen können Sperrfristen verschoben werden, jedoch niemals verkürzt. So haben einzelne Landkreise in Bayern die Möglichkeit, Sperrfristen auf Grünland zu verschieben. In Norddeutschland kann es ebenfalls Anpassungen geben, wenn Betriebe entsprechende Anträge stellen. Auch in Baden-Württemberg sind Verschiebungen durch Entscheidungen des Landratsamtes oder per Einzelantrag möglich.

Anforderungen an die Ausbringung von Gülle

Seit 2020 besteht auf bestelltem Ackerland die Vorgabe, Gülle bodennah auszubringen; seit 2025 gilt dies auch für Grünland und mehrschnittigen Feldfutterbau. Die Gülle muss streifenförmig aufgetragen oder direkt in den Boden eingebracht werden. Bestimmte Ausnahmen bestehen unter anderem für wasserverdünnte Rindergülle und bedürfen einer Klärung mit der zuständigen Kreisstelle.

Lesen Sie auch

Die 10 sparsamsten Traktoren 2025 – DLG-PowerMix im Vergleich

Wer beim Traktor auf jeden Liter achtet, sollte diese Zahlen kennen: Der DLG-PowerMix zeigt knallhart, welche Schlepper wirklich sparsam sind – und...

Fendt 728 Vario ist 2025 meistzugelassener Traktor in Deutschland

Die Neuzulassungen von Traktoren im Jahr 2025 zeigen deutlich, dass Fendt die beliebteste Marke unter deutschen Landwirten bleibt. Mit insgesamt 6.314 neu...

Fendt verliert 14,6 % – warum der Marktführer trotzdem gewinnt

Von 7.392 auf 6.314 Traktoren: Fendt verzeichnet den größten Einbruch aller Top-Marken. Dennoch baut der Allgäuer Hersteller seinen Vorsprung aus. Die Erklärung...

Fendt dominiert Traktormarkt: John Deere verliert in den Niederlanden

Die niederländische Landwirtschaft steht 2025 vor der Herausforderung eines schrumpfenden Traktorenmarkts. Mit nur 2.205 neu zugelassenen Traktoren im vergangenen Jahr, die eine...

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Acker

Photon-Dünger aus den USA: Schutz für Rüben, Kartoffeln und Obst

Mit dem Spezialdünger Photon, der ursprünglich aus den USA stammt, möchte das Unternehmen Crop Climate Management (CMM) neue Maßstäbe bei der Bewältigung...

Düngesaison startet: Was Landwirte ab 1. Februar beachten müssen

Mit dem Beginn des Februars endet die winterliche Sperrfrist für Stickstoffdünger und Gülle, ein wichtiger Termin im landwirtschaftlichen Kalender. Ab dem 1....

Trockenheit trotz Schnee: Winter gefährdet Grundwasservorräte

Während viele landwirtschaftliche Flächen unter einer Schneedecke liegen, reicht die Niederschlagsmenge im Winter bisher nicht aus, um das Grundwasser ausreichend aufzufüllen. Der...

Frostschäden im Ackerbau: So beeinflussen niedrige Temperaturen Pflanzen

Die derzeit niedrigen Temperaturen in Deutschland, die häufig um den Gefrierpunkt oder darunter liegen, stellen Landwirte vor Herausforderungen. Besonders betroffen ist der...

Effiziente Gülleausbringung: Tipps zur Reduzierung von Ammoniakemissionen

Die EU hat Deutschland verpflichtet, die Ammoniakemissionen bis 2030 um 29 % im Vergleich zu 2005 zu senken. Da die Landwirtschaft hierzulande...