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Agrarministerkonferenz entscheidet über Zukunft des Grünlandumbruchs

Die bevorstehende Agrarministerkonferenz (AMK) am 19. und 20. März in Bad Reichenhall könnte für Landwirte bedeutende Änderungen bringen, insbesondere was den Grünlandumbruch betrifft. Viele Landwirte hoffen auf eine Abschaffung der bisherigen Regelung, die sie dazu zwingt, Grünland regelmäßig umzubrechen, um den Ackerstatus zu bewahren. Die Entscheidung darüber könnte rückwirkend zum Januar 2026 getroffen werden.

Neue Regelungen für den Ackerstatus

Ein gemeinsamer Antrag von Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern wurde eingereicht, um den Ackerstatus in Deutschland zu regeln. Sollte dies angenommen werden, würden Flächen, die am Stichtag 1. Januar 2026 als Ackerland klassifiziert wurden, ihren Status behalten, selbst wenn sie fünf Jahre lang mit Ackergras bestückt waren.

GLÖZ-Standards und Öko-Ausnahmen

Weitere offene Fragen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die bis 2026 gelöst werden müssen, betreffen die GLÖZ-Standards. Hier wird erwartet, dass Ausnahmen nur für vollständig zertifizierte Öko-Betriebe gelten sollen. Zudem stehen Diskussionen über die Mindestbodenbedeckungspflicht im Raum.

Zukünftige GAP-Budgetfragen

Die Auswirkungen des zukünftigen EU-Haushalts auf die GAP-Zahlungen ab 2028 sind ein weiteres zentrales Thema der AMK. Obwohl weniger über spezifische Vorschläge wie die Kappung der Zahlungen diskutiert wird, fordern die Länder gemeinsam ein ausreichendes Budget für die Landwirtschaft.

Düngerecht: Suche nach einer Lösung für Rote Gebiete

Im Düngerecht wird es keine sofortigen Entscheidungen geben. Dennoch könnten die Minister einen Fahrplan für Anpassungen im Umgang mit den Roten Gebieten entwickeln. Hierbei steht zur Diskussion, ob kurzfristige rechtliche Änderungen angestrebt werden oder ein grundlegender Systemwechsel beim Gewässerschutz ohne Rote Gebiete erfolgen soll.

Niedersachsen fordert Lieferverträge

Niedersachsen plant, das Thema Milchpreise und verpflichtende Lieferverträge auf der Konferenz zu adressieren. Das Land setzt sich dafür ein, dass der Bund bei der EU-Kommission für freiwillige Lieferverzichte mit Entschädigungen eintritt. Diese Position findet jedoch wenig Unterstützung unter den anderen Bundesländern.

Krise im Nahen Osten und deren Einfluss

Zwar steht der Iran-Krieg offiziell nicht auf der Agenda der AMK, dennoch dürfte seine Auswirkung auf Energie- und Düngepreise zumindest am Rande thematisiert werden.

Anforderungen an die GAP-Reform ab 2028

Bereits vor Beginn der AMK bringen verschiedene Agrar- und Umweltverbände ihre Forderungen ein. Der Bayerische Bauernverband fordert ein EU-Agrarbudget von mindestens 500 Milliarden Euro, während die ISN auf Unterstützung für Ferkelerzeuger drängt.

AbL fordert Umverteilungsprämie

Lob erhält Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber von der AbL dafür, dass sie sich für kleine und mittlere Betriebe starkmacht. Die Fortführung der Umverteilungsprämie zur Förderung erster Hektare steht hier im Vordergrund.

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