Die Landwirtschaft in Norddeutschland steht vor erheblichen Herausforderungen, da Sturmtief Elli mit starkem Schneefall und stürmischen Winden erwartet wird. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert bis zu 20 cm Neuschnee, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen könnte. Diese Bedingungen könnten den landwirtschaftlichen Betrieben zusätzliche Belastungen auferlegen, insbesondere in Bezug auf die Logistik und den Zugang zu Märkten.
Wetterextreme und ihre Auswirkungen
Der kommende Sturm hat bereits im Vorfeld für Unruhe gesorgt. Am Donnerstag führten Eis und Schnee in weiten Teilen Deutschlands zu zahlreichen Glätteunfällen, und in Regionen wie Hamburg sowie vielen Teilen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins blieben Schulen geschlossen. Für Landwirte bedeutet dies, dass sie sich auf mögliche Unterbrechungen im Alltagsbetrieb einstellen müssen.
In der Nacht zum Freitag werden besonders im Norden und Osten Deutschlands starke Schneefälle bei stürmischem Ostwind erwartet. Diese Wetterlage könnte nicht nur die Erntearbeiten behindern, sondern auch die Versorgung von Nutztieren erschweren. Die Bahn hat bereits Ausfälle angekündigt, was die Planungssicherheit für den Transport von landwirtschaftlichen Produkten zusätzlich beeinträchtigen könnte.
Regionale Unterschiede in der Wetterlage
Während der Norden mit Schneeverwehungen zu kämpfen hat, ist es im Süden und Westen des Landes milder. Hier wird der Schnee voraussichtlich in Regen übergehen, was jedoch die Gefahr von Glätte birgt. Landwirte müssen somit auch hier wachsam sein, um Schäden an Maschinen oder Unfälle bei der Arbeit zu vermeiden.
Prognose für die kommenden Tage
Für das Wochenende und Anfang nächster Woche bleibt das Wetter wechselhaft mit einer Mischung aus Schnee- und Regenfällen. In einigen Gebieten werden Temperaturen bis zu -10 Grad erwartet, während es am Oberrhein deutlich milder bleibt. Diese Temperaturunterschiede könnten Auswirkungen auf die Bodenkonditionen haben, was für die Aussaatplanung wichtig ist.
An der Küste wird weiterhin starker Ostwind vorhergesagt, was zu weiteren Schneeverwehungen führen könnte. Im Süden hingegen sind die Niederschläge weniger stark ausgeprägt, jedoch bleibt das Risiko von Glätte durch gefrierenden Regen bestehen.
Anpassungsstrategien für Landwirte
Angesichts dieser herausfordernden Wetterbedingungen sollten Landwirte ihre Arbeitsabläufe flexibel gestalten. Es empfiehlt sich, regelmäßige Wetterupdates zu verfolgen und Schutzmaßnahmen für Maschinen und Tiere einzuleiten. Darüber hinaus könnte eine frühzeitige Planung alternativer Logistiklösungen helfen, Transportausfälle abzufedern.
Trotz der widrigen Umstände bietet eine solche Wetterlage auch Chancen zur Überprüfung bestehender Notfallpläne sowie zur Implementierung nachhaltigerer Praktiken in den landwirtschaftlichen Betrieb.
