Landwirte sehen mit der Einführung neuer Hochleistungsmaschinen von JCB eine Chance, Effizienz und Vielseitigkeit im Betrieb zu steigern. Auf der Agritechnica 2025 präsentierte der Hersteller seine neue Fastrac 6000-Serie sowie zwei überarbeitete Loadall-Modelle, die gezielt auf die Anforderungen moderner Landwirtschaft zugeschnitten sind.
Neue Leistungsklasse für Fastrac-Traktoren
Mit der 6000-Baureihe erweitert JCB seine Fastrac-Palette um zwei kräftige Varianten: den Fastrac 6260 mit 212 kW (284 PS) und den Fastrac 6300 mit 250 kW (335 PS). Beide Maschinen basieren auf einem neu gestalteten, robusteren Chassis. Für Betriebe bedeutet das mehr Zugkraft und Stabilität, insbesondere bei schweren Transport- und Zugarbeiten.
Die neuen Fastracs sind nicht nur für Feldarbeit ausgelegt, sondern zeigen ihre Stärken auch auf Straße und Hof: Sie erreichen eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 66 km/h (wo erlaubt) und verfügen über eine kombinierte Scheibenbremsanlage sowie eine wählbare Allradlenkung. Zusätzlich wurde ein integriertes Reifendruck-Managementsystem verbaut, das die Anpassung des Drucks für unterschiedliche Einsätze erleichtert.
Digitale Technologien spielen ebenfalls eine größere Rolle: Eine Dual-Satelliten-Empfängerinstallation sorgt für genauere Spurführung, und das optionale Twin Steer-System ermöglicht eine präzise, individuelle Lenkung beider Achsen – ein Vorteil beim Feld- oder Straßeneinsatz.
Größere Loadalls für vielseitige Aufgaben
Seit der Einführung des ersten Loadall-Teleskopladers 1978 hat sich dieses Gerät als unverzichtbares Arbeitsgerät auf vielen Höfen etabliert. Auch nach nahezu fünf Jahrzehnten wird die Serie weiterentwickelt. Auf der Messe stellte JCB zwei neue 7-Meter-Modelle vor, die höhere Hubkapazitäten bieten.
Der Loadall 546-70 hebt nun bis zu 4,6 t, was etwa 400 kg mehr ist als beim Vorgängermodell, ohne dass die Abmessungen zunehmen. Für Betriebe mit eher mittleren Lasten bedeutet dies spürbar mehr Leistung bei gleicher Maschinenbreite. Der größere Loadall 555-70 packt sogar 5,5 t, was ihn für anspruchsvollere Hub- und Materialarbeiten prädestiniert.
Beide Maschinen sind serienmäßig mit der stufenlosen DualTech-VT-Getriebeübertragung ausgestattet. Optional kann bei den Agri Pro-Versionen eine 50 km/h-Ausführung gewählt werden, inklusive verstärkter Achsen und Bremssystem. Um unebenem Gelände besser zu begegnen, bietet JCB zudem das Sway-Maschinennivelliersystem an.
Assistenzsysteme und Bedienkomfort
Ein weiterer Fortschritt ist das neue IntelliAssist-Paket, das automatisierte Funktionen zur Steuerung von Ausleger und Anbaugeräten bündelt. Dies kann die Bedienung vereinfachen und dazu beitragen, Arbeitsabläufe zu beschleunigen und Belastungen für Mitarbeitende zu reduzieren.
Fazit für landwirtschaftliche Betriebe: Mit den neuen JCB Fastrac-Modellen und den erweiterten Loadall-Teleskopladern adressiert JCB die steigenden Anforderungen an Leistung, Vielseitigkeit und digital unterstützte Bedienung. Gerade Betriebe mit hohen Transport- und Materialumschlagsanforderungen könnten von diesen technischen Neuerungen profitieren, sofern Wirtschaftlichkeit und Einsatzspektrum zur jeweiligen Hofstruktur passen.
