Anzeige
 

Fusion von ZNVG und VVG Aller-Weser-Hunte zur VVG Nord eG

Ende Juli wurden die Pläne für den Zusammenschluss der ZNVG und der VVG Aller-Weser-Hunte erstmals vorgestellt. Inzwischen haben die Mitglieder beider Genossenschaften ihre Zustimmung erteilt. Damit ist der Weg für die Gründung der neuen Viehvermarktungsgemeinschaft Nord eG geebnet.

Am Dienstagabend der vergangenen Woche votierten die Mitglieder der VVG Aller-Weser-Hunte in Asendorf mehrheitlich für die Fusion. Nur einen Tag später folgte die Mitgliederversammlung der ZNVG in Neumünster, die mit breiter Zustimmung dasselbe Ergebnis brachte. Nach Mitteilung beider Organisationen wird die neue Genossenschaft ab dem 1. Januar 2026 offiziell ihre Arbeit aufnehmen.

Durch den Zusammenschluss entsteht ein Vermarktungsverbund, der jährlich knapp drei Millionen Tiere betreuen wird. Die VVG Aller-Weser-Hunte zählt mit rund 100 Beschäftigten und 37 eigenen LKWs zu den größten viehvermarktenden Organisationen im Norden und bringt jährlich etwa 1,7 Millionen Tiere in den Handel. Die ZNVG ist hingegen bundesweit aktiv und vermarktet mit Schwerpunkt in Norddeutschland über 1,2 Millionen Tiere pro Jahr.

Mit der VVG Nord entsteht damit ein regional stark verankerter Partner, der die Interessen der landwirtschaftlichen Betriebe künftig noch wirkungsvoller vertreten soll. Insbesondere im Bereich Nutz- und Schlachtvieh wird der Zusammenschluss als ein Schritt gesehen, der die Position der Landwirte am Markt weiter stärkt.

Der Vorstand der neuen Genossenschaft wird sich aus Dr. Achim Münster als Vorsitzendem, sowie Matthias Hogrefe, Astrid Seidel und Florian Warkentin zusammensetzen. Gemeinsam sollen sie die Geschicke der VVG Nord ab 2026 lenken.

Weitere Wirtschaftsnachrichten

Meldepflicht 2026: Was Betriebe über Wirtschaftsdünger wissen müssen

Ab dem Jahr 2026 unterliegen alle Betriebe in Deutschland, die Wirtschaftsdünger bewegen oder weitergeben, einer strengeren Melde- und Dokumentationspflicht. Diese Anpassungen betreffen...

Milchpreise im Sturzflug: Ostdeutsche Betriebe kämpfen ums Überleben

Die Milchpreise in Deutschland befinden sich im freien Fall, während die Kosten für Erzeuger weiterhin hoch bleiben und voraussichtlich noch weiter steigen...

Gericht bestätigt: Holztransporte mit Führerscheinklasse T erlaubt

Ein aktueller Rechtsstreit im Bereich der Forstwirtschaft lenkt die Aufmerksamkeit auf die Frage der Führerscheinklassen für Holztransporte. Ein Forstunternehmen sieht sich mit...

Schleswig-Holstein: Mehr Geld für Gänseschäden – Entschädigung steigt

In Schleswig-Holstein hat die Landesregierung beschlossen, die finanzielle Unterstützung für Landwirte, die durch Wildgänse verursachte Schäden erleiden, erheblich zu erhöhen. Die bereitgestellten...

Forstwirt gewinnt gegen Finanzamt: Brennholz-Verkauf bleibt ermäßigt

Ein langwieriger Streit zwischen einem Forstwirt und dem Finanzamt über die Besteuerung von Brennholzverkäufen wurde nun zugunsten des Forstwirtes entschieden. Der Konflikt...