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GFS expandiert in die Niederlande: Fusion und Übernahme von Preferent KI

Die größte deutsche Schweinebesamungsgenossenschaft GFS erweitert ihre Aktivitäten in den Niederlanden durch eine strategische Fusion und Übernahme. Die Genossenschaft hat kürzlich die niederländische Station „Preferent KI“ übernommen und fusioniert mit „Varkens KI Twenthe“. Diese Schritte sollen der GFS helfen, ihre Marktanteile in den Niederlanden auf etwa 30 % zu steigern, wie Geschäftsführerin Dr. Meike Friedrichs bei einer Pressekonferenz in Sint-Michielsgestel bekanntgab.

Fusion zur europäischen Genossenschaft

Zum 1. Januar 2025 erfolgte rückwirkend die Fusion zwischen der GFS-Genossenschaft zur Förderung der Schweinehaltung aus Ascheberg und der niederländischen „Varkens KI Twenthe“. Die Mitglieder beider Genossenschaften hatten dem Zusammenschluss bereits vor Monaten zugestimmt, nun wurde dieser auch offiziell eingetragen. Dies ermöglicht die Schaffung der neuen europäischen Genossenschaft GFS SCE, die rund 2000 aktive Mitglieder aus Deutschland und etwa 100 niederländische Landwirte vereint.

Die Mitglieder aus Twenthe treten automatisch der neuen Genossenschaft bei, wobei ihre Geschäftsanteile aus den Rücklagen der bisherigen Organisation finanziert werden. Der Zusammenschluss wird als logischer Schritt angesehen, da es bereits eine lange Zusammenarbeit zwischen den beiden Genossenschaften gab.

Anpassung und Erweiterung in den Niederlanden

Die Besamungsstation „Preferent KI“ bietet Platz für bis zu 300 Eber und erzielt einen Jahresumsatz von 3,5 Mio. €. Diese Übernahme ist ein weiterer Ausbau der Aktivitäten der GFS in den Niederlanden, wo sie künftig auch mit dem Zuchtunternehmen PIC-NL zusammenarbeiten wird. Beide Partner teilen sich die Geschäftsaktivitäten der Station, was Vorteile wie eine effizientere Kontrolle und Verteilung von Kosten und Risiken verspricht.

Der Produktionsstandort von Preferent KI in Landhorst wird von der GFS gekauft, während ein weiterer Standort in Lierop vorübergehend gemietet wird. Mit dieser Infrastruktur übernimmt die GFS alle Aspekte der Produktion und Distribution von Sperma.

Bedeutung für die Mitglieder

Laut Paul Hegemann, Vorsitzender des GFS-Vorstands, profitieren die Mitglieder auf beiden Seiten der Grenze von einer effizienteren Produktion sowie einem breiteren genetischen Angebot. Die Fusion ermöglicht zudem neue Synergien durch gemeinsame IT-Strukturen und optimierte Produktionsabläufe, wodurch Verwaltungskosten gesenkt werden können.

Für die Zukunft plant die GFS, durch diese strategischen Schritte ihre Marktposition weiter zu festigen und auszubauen. Der Zugang zu neuen genetischen Ressourcen sowie eine verstärkte internationale Zusammenarbeit sind dabei zentrale Elemente ihrer Expansionsstrategie.