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WH Group plant Börsengang ihrer US-Tochter Smithfield Foods

Die WH Group, der weltweit größte Schweinefleischproduzent nach Umsatz, steht vor einer strategischen Neuausrichtung ihrer Geschäftsaktivitäten in den USA und Mexiko. Wie im Juli bekannt gegeben wurde, beabsichtigt die chinesische Muttergesellschaft, ihre Tochter Smithfield Foods in diesen Regionen an die Börse zu bringen. Dies markiert einen signifikanten Schritt in der Umstrukturierung des Unternehmens.

Smithfield Foods, ein namhafter Akteur in der Fleischindustrie, soll nach der Abspaltung weiterhin unter dem Dach der WH Group operieren, jedoch mit gesteigerter Eigenständigkeit agieren. Diese Maßnahme ermöglicht es der WH Group, sich verstärkt auf die Märkte in China und Europa zu konzentrieren, während Smithfield Foods die Verantwortung für die Geschäfte in den USA und Mexiko übernimmt.

Laut Berichterstattung von Forbes wird erwartet, dass das neu strukturierte Unternehmen an einer großen US-Börse, möglicherweise der New York Stock Exchange oder dem NASDAQ, gelistet wird. Trotz der Abspaltung bleibt Smithfield U.S. and Mexico als Tochtergesellschaft in der Bilanz der WH Group verankert.

Diese Entscheidung folgt auf eine Phase schwieriger Marktbedingungen für die WH Group, die 2013 Smithfield Foods für 4,7 Milliarden US-Dollar erwarb und sich dadurch global als führendes Unternehmen in der Schweinefleischproduktion etablierte. Trotz dieser Stellung sah sich das Unternehmen zuletzt mit sinkenden Absatzzahlen und Umsätzen konfrontiert. Im Geschäftsjahr 2023 und im ersten Quartal 2024 verzeichnete die WH Group einen Rückgang des Nettoumsatzes um 6,8 Prozent bzw. 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

In China, dem Hauptmarkt der WH Group, ist insbesondere das Geschäft mit verpacktem Fleisch unter der Marke Shuanghui von einer schwachen Nachfrage und dem Abbau von Lagerbeständen durch Händler betroffen. In den USA hingegen wird eine Erholung des Geschäftsbereichs erwartet, die durch niedrigere Rohstoffkosten und steigende Schweinepreise in der zweiten Jahreshälfte 2024 begünstigt werden soll.

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