Anzeige
 

Großbritannien verbietet private Einfuhren von Schweinefleischprodukten

Das britische Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (Defra) hat dringende Maßnahmen eingeführt, um die heimischen Schweinezüchter und die Schweinefleischindustrie vor einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu schützen.

Ab morgen, dem 27. September, wird die persönliche Einfuhr von Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnissen aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), den Färöer Inseln, Grönland und der Schweiz untersagt.

Laut Defra sind Produkte, die nach EU-Kommerzstandards hergestellt und verpackt sind und weniger als 2 kg wiegen, von diesem Verbot ausgenommen.

Personen, die illegal Schweinefleisch oder Schweinefleischprodukte einführen, können in England mit Geldstrafen von bis zu 5.000 Pfund belegt werden. Alle betroffenen Produkte werden bei der Ankunft beschlagnahmt und vernichtet.

Das Ministerium betont erneut, dass die Afrikanische Schweinepest eine „hochansteckende und tödliche Krankheit bei Schweinen und Wildschweinen ist, die durch infiziertes Fleisch übertragen werden kann, jedoch keine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt“.

Bisher gab es in Großbritannien keinen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest, und kommerzielle Fleischeinfuhren werden an den Grenzen routinemäßig überprüft, um sicherzustellen, dass infizierte Waren nicht in das Land gelangen.

Die Afrikanische Schweinepest könnte laut Defra „erhebliche Auswirkungen auf die britische Schweineindustrie haben, die einen Wert von 8 Milliarden Pfund hat, sowie auf die jährlichen Exporte von Schweinefleisch und -produkten im Wert von 600 Millionen Pfund“.

Es wird geschätzt, dass ein Ausbruch Kosten zwischen 10 Millionen und 100 Millionen Pfund verursachen könnte. Die Verhinderung eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Großbritannien bleibt eine der „wichtigsten biologischen Sicherheitsprioritäten“ des Ministeriums.

Defra erklärte heute, dass die Politik bezüglich der persönlichen Einfuhr von Fleisch- und Milchprodukten „ständig überprüft“ wird und in enger Zusammenarbeit mit den dezentralen Regierungen an Notfallplänen gearbeitet wird, um eine Einschleppung infizierter Waren zu verhindern.

Die britische Ministerin für Biologische Sicherheit, Baroness Hayman, beschrieb die Afrikanische Schweinepest als „eine verheerende Krankheit, die in Europa wütet“.

Die Ministerin fügte hinzu: „Diese neuen Maßnahmen werden britische Schweinezüchter und Schweinefleischprodukte schützen, indem sie verhindern, dass infiziertes Fleisch über die Grenze gebracht wird und unsere biologische Sicherheit gefährdet.“

Weitere Nachrichten

Vogelgrippe in den USA: Über 4,7 Millionen Vögel betroffen

Die Vogelgrippe sorgt in den Vereinigten Staaten weiterhin für erhebliche Probleme. In den letzten 30 Tagen wurden über 4,7 Millionen Legehennen, Puten...

15 tote Schafe in Thüringen entdeckt: Polizei sucht nach Tierhalter

Ein schockierender Fund im Landkreis Sömmerda, Thüringen, hat die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregt: 15 tote Schafe wurden am Straßenrand entdeckt. Die Tiere...

ASP-Ausbruch in Katalonien: Schweinehalter verlieren 63 Mio. Euro

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat im November 2025 erstmals seit über drei Jahrzehnten die katalanische Wildschweinpopulation befallen. Diese Entwicklung hat erhebliche Auswirkungen...

Ukrainischer Konzern MHP übernimmt Agrol-Anlage an Polens Grenze

Der ukrainische Lebensmittelkonzern MHP plant, die strategisch bedeutenden Schlacht- und Verarbeitungsanlagen seines Konkurrenten Agrol im Westen der Ukraine zu übernehmen. Diese Anlagen...

Deutschland verliert Anschluss: Autoindustrie und Milchviehhaltung in der Krise

Die deutsche Landwirtschaft steht vor bedeutenden Herausforderungen, insbesondere in der Milchviehhaltung. Während die nationale Autoindustrie bereits im internationalen Wettbewerb zurückgefallen ist, zeigen...