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EU könnte Zölle auf weitere Agrarprodukte aus der Ukraine erheben

Die Europäische Union steht möglicherweise vor der Einführung von Zöllen auf drei weitere Agrarprodukte aus der Ukraine. Nachdem bereits Schutzmaßnahmen für den Import von Zucker, Eiern und Hafer aus der Ukraine ergriffen wurden, nähert sich das Land nun den Grenzen des zollfreien Handels mit der EU für weitere landwirtschaftliche Produkte.

Laut einer Pressekonferenz des EU-Agrarkommissars Janusz Wojciechowski am 15. Juli in Brüssel, im Anschluss an die Tagung des Rates der EU-Minister für Landwirtschaft und Fischerei, könnte die Ukraine bald die zollfreien Handelslimits für Honig, Mais und Hühnerfleisch erreichen. Wojciechowski zufolge hat der Export von Honig bereits 89 % des Limits erreicht, Mais 67 % und Hühnerfleisch 59 %.

Der EU-Kommissar äußerte sich zufrieden über die positive Resonanz der Mitgliedstaaten zu den präventiven Schutzmaßnahmen, die zuvor eingeführt wurden. Diese Maßnahmen, die für Zucker, Eier und Hafer aktiviert wurden, sind Teil einer Initiative des Agrarkommissars, um Importlimits festzulegen und funktionieren nach seiner Aussage gut.

Wojciechowski wies zudem Kritik einiger europäischer Politiker und Teile der europäischen Öffentlichkeit an der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU zurück, die darauf abziele, die eigene Produktion zu reduzieren und die Abhängigkeit von importierten Produkten zu erhöhen. Der Kommissar betonte, dass die EU weiterhin der größte Exporteur landwirtschaftlicher Produkte weltweit sei und dies auch bleiben werde.

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