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Stabile Schweinepreise und optimistische Aussichten

Deutschlands Schweinehalter können in den kommenden Monaten mit stabilen Preisen rechnen. Diese erfreuliche Nachricht kommt in einer Zeit, in der die Schweinebestände europaweit stagnieren oder sogar sinken. Markus Fiebelkorn, Marktanalyst bei Danske Svineproducenter, äußerte sich optimistisch zu den Preisprognosen für Ferkel- und Mastschweine und sieht keine Anzeichen für eine Verschlechterung der Marktlage.

Preisaussichten im Detail

Für das zweite Quartal 2024 prognostiziert Fiebelkorn einen Preis von 86 Euro für ein 25 kg schweres Ferkel und 2,30 bis 2,40 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht für Schlachtschweine. Im dritten Quartal erwartet er einen leichten Rückgang auf durchschnittlich 76 Euro je 25 kg-Ferkel und etwa 2,25 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht. Zusätzlich rechnet Fiebelkorn mit leicht sinkenden , was die Rentabilität der Schweinehalter weiter unterstützen könnte.

Ursachen für die stabilen Preise

Mehrere Faktoren tragen zur Stabilität der bei. In hemmen Umweltprobleme und Wasserknappheit das Wachstum der Schweinebestände. In hat die zu einem erheblichen Rückgang der Schweinepopulation geführt. Auch in Italien, den Niederlanden und Belgien sorgen verschiedene Probleme für sinkende Schweinebestände.

Kritik an Tierwohlversprechen

Markus Fiebelkorn äußert Zweifel an den Ankündigungen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) in Bezug auf Tierwohlstandards. Er bezweifelt, dass die Versprechen bis 2030 eingehalten werden können und fordert ein klares Bekenntnis des Handels zu Tierwohlstandards.

Dänemark als wichtiger Ferkellieferant

Dänemark bleibt ein wichtiger Lieferant von Ferkeln für deutsche Mäster, da der dänische Schlachtschweinepreis deutlich unter dem deutschen liegt. Bernhard Schulze Dorfkönig, Berater beim Erzeugerring Westfalen, rät Schweinehaltern, in Zeiten guter Erlöse an der Produktionstechnik zu arbeiten. Zudem kritisiert er die hohen Hürden im staatlichen Tierwohlförderprogramm.

Die stabilen Preise und die positiven Aussichten bieten Deutschlands Schweinehaltern eine willkommene Atempause und die Möglichkeit, sich auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten.