Anzeige
 

Milchprodukte 2025: Steigende Preise und rückläufige Exporte

Im Jahr 2025 hat sich der Verkauf von Milchprodukten im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) positiv entwickelt, während der Export in viele Länder zurückging. Landwirte stehen daher vor der Herausforderung, ihre Absatzstrategien anzupassen.

Steigende Nachfrage im Inland

Die Nachfrage nach Milchprodukten im LEH ist laut NielsenIQ in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 gestiegen. Besonders Biomilch konnte zulegen und verzeichnete einen Anstieg des Absatzes um 5,5 %. Auch Quark erfreute sich wachsender Beliebtheit, was auf den anhaltenden Proteintrend zurückgeführt wird. Im Gegensatz dazu erlebte Butter eine Erholung der Verkaufszahlen in der zweiten Jahreshälfte, nachdem die Preise deutlich gesenkt wurden.

Preisentwicklung und Konsumverhalten

Obwohl die Absatzzahlen stiegen, waren die Umsätze durchweg höher, was auf Preissteigerungen hindeutet. In den letzten Monaten des Jahres wurden jedoch einige Produkte im LEH billiger, so dass sich beispielsweise der Preis für ein 250-g-Päckchen Butter mehr als halbierte. Im Gegensatz dazu sank der Umsatz im Gastgewerbe trotz gestiegener Preise um 3,4 %, was auf einen Konsumverzicht schließen lässt.

Export: Uneinheitliche Entwicklung

Die Exporte deutscher Milchprodukte zeigten ein gemischtes Bild. Laut Statistischem Bundesamt sind die Exporte von Käse um 1,1 % zurückgegangen. Noch deutlicher sanken die Ausfuhren von Milch und Rahm in Kleinpackungen um 13,8 %. Ebenso verzeichneten Butter und Kaseinprodukte rückläufige Zahlen. Besonders betroffen war der Handel mit Drittländern wie China, wo die Abnahme um 20,5 % sank.

Blick auf spezifische Exportmärkte

Trotz dieser Rückgänge konnten bestimmte Produktkategorien zulegen. So stiegen die Exporte von Magermilchpulver sowie Joghurt ohne Zusätze leicht an. Eingangs des Jahres beeinträchtigte ein Fall von Maul- und Klauenseuche in Brandenburg den Export zusätzlich und führte zu temporären Importstopps in einigen Ländern.

Importe: Uneinheitliche Entwicklung

Auffällig war auch die unterschiedliche Entwicklung bei den Importen nach Deutschland: Während Käseimporte um 6,6 % zulegten, gingen Butterimporte um 6,2 % zurück.

Diesen Entwicklungen stehen Landwirte gegenüber und müssen sowohl auf veränderte konsumtive Vorlieben im Inland als auch auf schwankende Auslandsnachfragen reagieren. Eine flexible Anpassung an Marktgegebenheiten könnte entscheidend sein für ihren Erfolg in einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld.