Der Landtechnikhersteller Grimme trotzt der aktuellen Krise in der Branche und setzt auf Expansion. Im Rahmen des umfangreichsten Investitionsvorhabens der 160-jährigen Unternehmensgeschichte plant das Unternehmen, bis Ende 2027 insgesamt 50 Millionen Euro in seine Standorte in Damme und Rieste zu investieren.
Wachstum durch Ausbau der Infrastruktur
Bereits in wenigen Wochen sollen die ersten Neubauten abgeschlossen sein. Laut Christoph und Philipp Grimme, den geschäftsführenden Gesellschaftern, entsteht am Hauptsitz in Damme ein modernes Verwaltungsgebäude für fast 200 Mitarbeiter. Gleichzeitig wird in Rieste ein neues Gebrauchtmaschinenzentrum mit einer Fläche von 5.200 Quadratmetern eröffnet. Dieses Zentrum soll nicht nur als Lager dienen, sondern auch Schulungen für Mitarbeiter anbieten.
Christoph Grimme betont, dass die Aufbereitung und der Handel mit Gebrauchtmaschinen an Bedeutung gewinnen. Diese Erweiterungen sind Teil eines strategischen Schritts, um die Position des Unternehmens auf dem Markt zu stärken.
Erhöhung der Produktionskapazitäten
Ein weiterer Meilenstein des Investitionsprogramms ist der Bau einer neuen Montagehalle bis Ende 2027. Auf 4.000 Quadratmetern sollen hier Kartoffel- und Rübenroder auf vier Produktionslinien gefertigt werden, um die Produktion weiter zu steigern. Ergänzt wird dies durch eigenständige Versand-, Logistik- und Ersatzteilzentren auf dem Gelände in Rieste. Um Platz für diese Erweiterungen zu schaffen, hat Grimme zusätzlich angrenzende Flächen sowie bereits bestehende Hallen erworben.
Globale Präsenz und zukünftige Pläne
Trotz der Herausforderungen im Markt konnte die Grimmegruppe zuletzt einen Jahresumsatz von 814 Millionen Euro verzeichnen. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 3.300 Mitarbeiter an 37 Standorten, wobei rund 2.300 von ihnen in Damme und Rieste tätig sind. Weitere Produktionsstätten befinden sich unter anderem in den USA (Idaho) und China.
Zukünftig plant Grimme zudem die Eröffnung neuer Verkaufs- und Serviceniederlassungen in Brasilien und Südafrika. Diese Schritte unterstreichen das Bestreben des Unternehmens, seine globale Reichweite zu erweitern und neue Märkte zu erschließen.
