Anzeige
 

Innovationshof in Kamp-Lintfort: Arla setzt Zeichen

Der Milchkuhbetrieb von Landwirt Kevin Anhamm in Kamp-Lintfort, Nordrhein-Westfalen, wurde zum ersten deutschen „Innovationshof“ der europäischen Molkereigenossenschaft Arla ernannt. Ziel des Innovationshofs ist es, nachhaltige Lösungen und Technologien in den Bereichen Klimaschutz, Artenvielfalt und Tierwohl zu testen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kooperationspartnern.

Auf dem Betrieb von Anhamm, der 295 Milchkühe umfasst, sollen verschiedene Projekte durchgeführt werden, die direkt zur Reduktion von Treibhausgasemissionen beitragen sollen. Eines der ersten Projekte konzentriert sich auf die Reduktion von Emissionen bei der Güllelagerung. Hierbei wird ein neuartiger Gülle-Zusatzstoff eingesetzt, der Methan- und CO2-Emissionen um bis zu 100 Prozent senken soll.

Ein weiteres wichtiges Projektziel ist die Verbesserung der Eutergesundheit der Kuhherde. An diesem Projekt beteiligen sich unter anderem der Tiergesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer NRW und Mexcellence, ein Spin-Off der Universität Gent. Durch umfangreiches Daten-Screening soll die Eutergesundheit präzise analysiert und optimiert werden.

Kevin Anhamm wurde für den Innovationshof ausgewählt, nachdem er sich erfolgreich im Bewerbungsprozess durchgesetzt hatte. Er nimmt bereits seit 2020 am Arla-Klimacheck teil und konnte die CO2-Emissionen seines Betriebes innerhalb eines Jahres um 8 Prozent senken. Zudem erzielte er im neuen Arla-Anreizmodell 65 von 80 möglichen Punkten.

Der Hof soll auch als Kommunikationsplattform dienen, um den Austausch zwischen Landwirtschaft, Handel, Forschung und Politik zu fördern. „Es ist wichtig, dass wir als Milchbranche die Herausforderungen gemeinsam angehen und konstruktive Diskussionen führen“, betont Anhamm, der auch gewählter Vertreter in der Molkereigenossenschaft ist.

Arla hat das Konzept der Innovationshöfe bereits erfolgreich in Großbritannien, Schweden und Dänemark implementiert und plant, bis 2030 die CO2-Emissionen um 30 Prozent im Vergleich zum Referenzjahr 2015 zu reduzieren. Der Innovationshof in Kamp-Lintfort ist ein bedeutender Schritt in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens.

Lesen Sie auch

Die 10 sparsamsten Traktoren 2025 – DLG-PowerMix im Vergleich

Wer beim Traktor auf jeden Liter achtet, sollte diese Zahlen kennen: Der DLG-PowerMix zeigt knallhart, welche Schlepper wirklich sparsam sind – und...

Fendt 728 Vario ist 2025 meistzugelassener Traktor in Deutschland

Die Neuzulassungen von Traktoren im Jahr 2025 zeigen deutlich, dass Fendt die beliebteste Marke unter deutschen Landwirten bleibt. Mit insgesamt 6.314 neu...

Fendt verliert 14,6 % – warum der Marktführer trotzdem gewinnt

Von 7.392 auf 6.314 Traktoren: Fendt verzeichnet den größten Einbruch aller Top-Marken. Dennoch baut der Allgäuer Hersteller seinen Vorsprung aus. Die Erklärung...

Fendt dominiert Traktormarkt: John Deere verliert in den Niederlanden

Die niederländische Landwirtschaft steht 2025 vor der Herausforderung eines schrumpfenden Traktorenmarkts. Mit nur 2.205 neu zugelassenen Traktoren im vergangenen Jahr, die eine...