Auf der Grünen Woche 2026 in Berlin betonte Bundeskanzler Friedrich Merz die bedeutende Rolle der Land- und Forstwirtschaft in Deutschland. Diese gehe weit über die Ernährungssicherung hinaus und trage maßgeblich zur Kulturlandschaft und Heimatgefühl bei. Merz hob hervor, dass die Landwirtschaft ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Kultur sei.
Ernährungssicherheit im Fokus der Politik
Angesichts internationaler Krisen und geopolitischer Spannungen rückt das Thema Ernährungssicherheit verstärkt in den Mittelpunkt der politischen Diskussionen. Merz betonte auf der Messe, dass diese Thematik auch in den Beratungen des Nationalen Sicherheitsrates behandelt werde. Er stellte klar, dass die Gewährleistung von Ernährungssicherheit nicht mehr als selbstverständlich angesehen werden könne. Daher sei es wichtig, landwirtschaftliche Betriebe zu unterstützen und ihre Entwicklung zu fördern.
Land- und Forstwirtschaft als kultureller Beitrag
Laut Merz leisten die Land- und Forstwirtschaft sowie die Ernährungswirtschaft nicht nur einen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung, sondern auch zur Gestaltung des Landschaftsbildes in Deutschland. Diese Bereiche seien eng mit dem Heimatgefühl verbunden und sollten entsprechend wertgeschätzt werden, so der Kanzler. Die Grüne Woche biete eine Plattform, um diese Botschaft zu verbreiten.
Bedeutung für den Wohlstand
Neben der Automobilindustrie und dem Maschinenbau zählt die Land- und Ernährungswirtschaft zu den bedeutenden Wirtschaftszweigen Deutschlands, betonte Merz weiter. Fortschritte in Technologie und modernen Methoden trügen zum Erfolg dieser Branche bei. Besucher der Messe könnten sich ein Bild davon machen, wie technologische Innovationen Einzug in die Landwirtschaft gefunden haben.
Anpassung an den globalen Wettbewerb
Merz gab jedoch auch zu bedenken, dass Landwirte einem intensiven internationalen Wettbewerb ausgesetzt seien. Er lobte den deutschen Bauernverband dafür, dass er beim Mercosur-Abkommen keine vollständige Opposition eingenommen habe. Der Kanzler äußerte seine Überzeugung, dass das Abkommen sowohl für die Exportwirtschaft als auch für die Gesamtwirtschaft Deutschlands Vorteile bringe.
Abschließend drückte Merz seine Dankbarkeit für die aktive Rolle der deutschen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und des Gartenbaus aus. Diese Sektoren leisteten einen erheblichen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität Deutschlands.
