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Bundestag beschließt Wolfsjagd-Gesetz zum Schutz von Weidetieren

Der Deutsche Bundestag hat kürzlich beschlossen, den Wolf in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen, was eine entscheidende Änderung in der Jagdpolitik darstellt. Diese Entscheidung könnte noch vor Beginn der Weidesaison für Nutztiere wie Pferde, Schafe und Rinder wirksam werden.

Regulierung der Wolfsbestände

Bisher war die Jagd auf Wölfe nur mit speziellen Ausnahmegenehmigungen möglich. Mit der neuen Gesetzesänderung sollen nun Wolfsbestände durch regulierte Jagd kontrolliert werden, um Weidetiere besser zu schützen. Eine Grundvoraussetzung für die Durchführung solcher Maßnahmen ist laut NDR-Bericht, dass sich die Wolfspopulation in einem sogenannten „günstigen Erhaltungszustand“ befindet. Das Bundesumweltministerium hatte bereits im Oktober 2025 für die meisten Regionen einen solchen Zustand gemeldet.

Die Länder sind nun gefordert, spezifische Abschusspläne zu entwickeln. Die gesetzlich festgelegten Jagdzeiten erstrecken sich von Juli bis November. Dennoch bleibt es erlaubt, auffällige Wölfe das ganze Jahr über zu schießen, um potenzielle Gefahren zu minimieren.

Politische Zustimmung und nächste Schritte

Die Gesetzesinitiative erhielt Unterstützung von den Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD sowie der AfD. Grüne und Linke sprachen sich hingegen gegen die Änderungen aus. Bevor das Gesetz jedoch endgültig in Kraft treten kann, muss noch der Bundesrat am 27. März darüber abstimmen.

Laut einer Mitteilung der SPD-Bundestagsfraktion erleichtert die Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz die Entfernung problematischer Tiere und schafft gleichzeitig eine Grundlage für ein wirksames Bestandsmanagement.

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