Der globale Getreidemarkt sendet derzeit positive Signale, doch am Kassamarkt bleiben größere Abschlüsse für Getreide weiterhin selten. Laut der Peters Agrardaten GmbH halten sich die Weizenkurse in Paris stabil und zeigen wenig Bewegung. Auf dem Weltmarkt sorgt eine geringfügige Nachfrage für etwas Marktbelebung. Insbesondere Saudi-Arabien hat Interesse gezeigt, und auch Algerien benötigt Weizen. Berichten zufolge hat China ebenfalls Käufe getätigt, was in Europa für Unterstützung sorgt. Der schwächere Euro trägt ebenfalls zu dieser Entwicklung bei. Trotzdem bleibt der Anteil Deutschlands an diesen Geschäften gering.
Einfluss von Ereignissen im Schwarzen Meer
Die geopolitischen Spannungen im Schwarzen Meer rücken erneut ins Rampenlicht, da Russland und die Ukraine Schiffe in diesem Gebiet angreifen. Dies führt zu erhöhten Transportkosten, da die Versicherungsprämien steigen. Laut dem russischen Beratungsbüro SovEcon wird erwartet, dass die Exporte aus Russland im Januar um etwa 200.000 Tonnen zurückgehen. Festere Preise an den Häfen des Schwarzen Meers werden als Ursache genannt.
Marktentwicklung der Futtergerste
Am Kassamarkt sind keine nennenswerten Getreideabschlüsse zu verzeichnen, da die Landwirtschaft kaum Ware abgibt. Besonders gefragt bleibt Futtergerste, auch in den Niederlanden. Der Markt wird jedoch zusätzlich von Braugerste beeinflusst, die aufgrund der Schließungen von zwei Mälzereien im Südwesten zu Jahresbeginn zu Futtergerstenpreisen angeboten wird.
Insgesamt zeigt sich eine komplexe Gemengelage auf dem globalen Getreidemarkt mit regional unterschiedlichen Entwicklungen. Während einige internationale Märkte Nachfrage verzeichnen, bleibt die Lage am Kassamarkt verhalten.
