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Cem Özdemir setzt auf Heimatverbundenheit: Termine vermehrt in Baden-Württemberg und Bayern

Der Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir zeigt eine deutliche Präferenz für offizielle Termine in seinem Heimatland Baden-Württemberg. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der schleswig-holsteinischen CDU-Bundestagsabgeordneten Astrid Damerow hervor.

Özdemir nutzte im Zeitraum vom 1. Januar bis 15. April 2024 neun Termine, um offizielle Verpflichtungen in Baden-Württemberg wahrzunehmen. Zusätzlich reiste er zu jeweils zwei Terminen nach Bayern, darunter ein Besuch bei der Molkerei Gropper in Bissingen, sowie nach Brandenburg.

Während dieser Zeit absolvierte der Minister jeweils einen offiziellen Termin in Hamburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen. Insgesamt nahm der Grünen-Politiker 45 Termine in Berlin wahr.

Cem Özdemir ist in Bad Urach geboren und gewann bei der Bundestagswahl 2021 seinen Wahlkreis in Stuttgart. Es wird spekuliert, dass er als Spitzenkandidat der Grünen bei der baden-württembergischen Landtagswahl im Frühjahr 2026 antreten könnte. Trotzdem betonte der Minister gegenüber Agrarjournalisten seine Absicht, bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleiben zu wollen. Diese endet frühestens im Spätherbst 2025, nach der nächsten Bundestagswahl und der Vereidigung der neuen Regierung.

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