Der Oberste Gerichtshof der USA hat kürzlich entschieden, dass wesentliche Elemente der Zollpolitik des ehemaligen Präsidenten Donald Trump unrechtmäßig sind. Die Richter argumentierten, dass Trump bei der Verhängung von Zöllen gegen verschiedene Länder und Handelspartner seine präsidentiellen Befugnisse überschritten habe.
Überschreitung präsidialer Befugnisse
Laut dem Urteil hätte Trump für die Einführung dieser Zölle die Zustimmung des Kongresses benötigt. Dies geht aus der Begründung hervor, in der betont wird, dass der Präsident nicht alleine über solche Maßnahmen entscheiden darf. Die Entscheidung fiel mit einer Mehrheit von sechs zu drei Stimmen, was die Wichtigkeit des Mitspracherechts des Kongresses unterstreicht.
Anwendung eines alten Gesetzes
Trump hatte sich bei seiner Zollpolitik auf ein Gesetz aus den 1970er Jahren berufen, das außergewöhnliche Maßnahmen in nationalen Notlagen erlaubt. Der Oberste Gerichtshof erklärte jedoch diese Anwendung des Gesetzes für ungültig, da es nach Ansicht der Richter nicht korrekt auf die von Trump eingeführten Zölle angewendet wurde.
Implikationen für die Außenpolitik
Die Entscheidung des Gerichts stellt einen bedeutenden Einschnitt in Trumps Außenpolitik dar, die stark auf wirtschaftlichen Druck durch Strafzölle setzte. Diese Praxis wurde von vielen seiner Kritiker als unilaterales Handeln angesehen, das nun durch das Urteil als nicht im Einklang mit den amerikanischen Gesetzen steht.
- Wichtige Entscheidung: Das Urteil zeigt klare Grenzen für präsidiale Alleingänge auf.
- Zukunftsaussichten: Es bleibt abzuwarten, wie zukünftige Administrationen mit dieser juristischen Vorgabe umgehen werden.
Mit diesem Urteil werden sowohl die politischen als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für die US-Handelspolitik neu bewertet. Es wird erwartet, dass diese Entscheidung weitreichende Auswirkungen auf zukünftige Handelsverhandlungen und -strategien haben könnte.
