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Weizenpreise unter Druck durch russische Exporte

Die internationalen Weizenkurse zeigen Anfang der Woche eine sinkende Tendenz. Nach einem kurzen Anstieg zum Monatsende gaben die Preise wieder nach. Der Rückgang wird vor allem durch den Einfluss Russlands auf den Weltmarkt begünstigt.

Russische Anbieter setzen ihre Ware zu vergleichsweise niedrigen Preisen ab und belasten damit das internationale Preisniveau. Nach Angaben von Marktanalysten hat sich das Exportvolumen im August im Vergleich zum Vormonat verdoppelt, bleibt jedoch insgesamt hinter dem Vorjahreswert zurück.

Zusätzlich erschwert ein starker Euro die Exportchancen für europäische Anbieter. Parallel dazu erhöhen die hohen Ertragserwartungen in Australien den Druck auf die Kurse. Viele Importländer halten sich mit Käufen zurück und warten auf ein noch größeres Angebot.

Auch am Kassamarkt ist derzeit kaum Bewegung erkennbar. Aufgrund der geringen Preise wird nur wenig Ware von landwirtschaftlichen Betrieben verkauft. Abnehmer wie Mühlen und Mischfutterwerke beschränken sich auf kleinere Mengen. Besonders gefragt sind schwächere Brotweizenqualitäten, während Futtergetreide zwar ebenfalls Absatz findet, jedoch bald stärker mit Mais konkurrieren dürfte. Die erwartete große Maisernte könnte den Druck auf die Preise für Futterweizen weiter erhöhen.

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