In der vergangenen Woche zeigten sich an den internationalen Agrarbörsen unterschiedliche Entwicklungen. Der Weizenmarkt schloss die Woche mit einem leichten Plus, während der Rapsmarkt von positiven Nachrichten aus China und Kanada profitierte. Gleichzeitig gerieten die Maiskurse unter Druck, konnten sich jedoch am Kassamarkt stabilisieren.
Weizen: Positive Signale trotz globaler Rekordernte
Der Weizenpreis an der Euronext konnte sich am Freitag verbessern, indem der Frontmonat März um 1,50 € auf 190,75 €/t stieg. Dies verringerte den Wochenverlust auf lediglich 1 €, was einem Rückgang von 0,5 % entspricht. Auch in Chicago zeigte sich der Weizenmarkt freundlich; der März-Kontrakt für 2026 legte um 7,5 Cent auf 5,18 US-$/bu zu und erzielte damit einen leichten Wochengewinn von 0,75 Cent. Trotz einer globalen Rekordernte und steigender Endbestände bleibt die Marktstimmung verhalten optimistisch. Eine große Ausschreibung aus Saudi-Arabien könnte die Nachfrage beleben. Unterstützt wurde der Markt zudem durch einen schwächeren Euro.
Ölsaaten: Handelsbeziehungen zwischen China und Kanada entspannen sich
Die Rapsfutures an der Euronext setzten ihren Aufwärtstrend fort und schlossen am Freitag mit einem Plus von 2,50 € bei 467 €/t. Der gesamte Wochengewinn belief sich ebenfalls auf 2,50 €. In den USA stiegen die Preise für Sojabohnen um 4,75 Cent auf 10,58 US-$/bu, womit der Wochenverlust auf 5,25 Cent begrenzt wurde. Der Rapshandel profitierte von steigenden Canola-Preisen in Kanada; dieser Anstieg wurde durch die Beilegung des Handelsstreits zwischen China und Kanada begünstigt.
Mais: Stabilisierung nach Kursrückgängen
An der CBoT erholte sich der Maispreis am Freitag leicht und gewann für den Frontmonat März um 4,5 Cent auf 4,25 US-$/bu hinzu. Dennoch stand ein deutlicher Wochenverlust von 21 Cent zu Buche. Auf dem europäischen Markt legte der März-Kontrakt an der Euronext um 1,50 € auf 191,75 €/t zu und erzielte einen kleinen Gewinn von 0,25 €. Die stark gefallenen Kurse in Chicago zogen Käufer an; allerdings schrumpfte das Angebot aus landwirtschaftlicher Produktion infolge des Preisverfalls merklich. Daher blieb das Preisniveau am Kassamarkt in den USA stabiler als an den Terminbörsen.
Kartoffeln: Verhaltener Handel ohne neue Impulse
Der Kartoffelmarkt befindet sich weiterhin in einer ruhigen Phase. Sowohl neue Kontraktabschlüsse als auch Kaufinteresse bleiben rar. Der April-Kontrakt für das Jahr 2026 steht unverändert bei 6,50 €/dt und auch der April-Kontrakt für das Jahr 2027 verharrt bei konstanten Preisen von 18,50 €/dt. Diese Stagnation spiegelt sich auch im Kassamarkt wider.
Milchprodukte: Kaum Bewegung bei Butter und Magermilchpulver
Auch im Milchsektor verlief die vergangene Woche ruhig. Die Butterpreise blieben nahezu unverändert; der Frontmonat Januar schloss bei rund 4.275 €/t. Magermilchpulver zeigte leichte Erholungen auf einigen Terminen zum Ende der Woche hin; dennoch endete die Woche insgesamt mit einem kleinen Minus. Ein großes Rohmilchangebot lastet weiter auf dem Markt; allerdings half ein schwächerer Euro dabei, die Verluste abzufedern.
