Anzeige
 

Euronext-Weizen schwächelt weiter, Rapskurse leicht stabil

Der Weizenmarkt an der Euronext zeigte sich am Freitag erneut von seiner schwachen Seite. Die Futures setzten ihre negative Entwicklung fort und der Frontmonat September verzeichnete einen Rückgang um 1,75 € auf ein Ein-Monats-Tief von 236,75 €/t. Der rapide Erntefortschritt und die hohen Erträge in den USA setzen den Markt zusätzlich unter Druck. In Europa belasten die niedrigen Weizenpreise aus dem Schwarzen Meer die Stimmung weiter. Dennoch half der schwache Euro, die Verluste an der Euronext zu begrenzen.

Die Rapskurse an der Euronext verzeichneten ebenfalls einen leichten Rückgang, beendeten die Woche jedoch insgesamt mit einem kleinen Plus. Der August-Future verlor vor dem Wochenende 0,25 € und schloss bei 468 €/t. In den USA mussten die Sojabohnen an der CBoT leichte Verluste hinnehmen. Schlechte Ernteaussichten in der EU und ein schwächerer Euro sorgten jedoch für eine leichte Erholung der Rapskurse in der vergangenen Woche.

Mais-Futures schlossen am Freitag an der CBoT schwächer und gaben damit einen Großteil der Gewinne der Vortage wieder ab. Der Frontmonat Juli verlor 8,5 Cent und notierte bei 4,50 US-$/bu (165 €/t). Gewinnmitnahmen und ein festerer US-Dollar trugen zu diesen Verlusten bei, nachdem die Maiskurse in Chicago aufgrund der erwarteten hohen Temperaturen im Mittleren Westen der USA gestiegen waren.

Im Kartoffelmarkt überschritt der Saisontermin April 2025 die 40-€-Marke und zeigte keine Anzeichen von Schwäche. Die dynamischen Notierungen und die Tagespreise weckten Kaufinteresse, während der Termin April 2026 stabil um 23 €/dt notierte.

Die Milchkurse für Magermilchpulver gaben vor dem Wochenende nach. Der Frontmonat Juni sank um 23 € im Vergleich zur Vorwoche und schloss bei 2.498 €/t. Die Furcht vor einem Handelskrieg mit China belastet das Termingeschäft, da die Möglichkeit besteht, dass China als Reaktion die Zölle für Milchprodukte aus der EU erhöht.

Weitere Agrarmarkt-Nachrichten

Ungarn fordert EU: Zölle auf Düngerimporte lockern

Steigende Betriebsmittelkosten setzen die Landwirtschaft in Europa zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund drängt Ungarn die Europäische Union dazu, Importzölle auf Düngemittel...

Düngemittelmarkt: Nahost dominiert Harnstoffexport weltweit

Die weltweite Versorgung mit Stickstoffdüngern bleibt stark von wenigen Exportländern abhängig. Aktuellen Marktanalysen zufolge stammen rund 13,5 Millionen Tonnen des global gehandelten...

Bullenpreise fallen um 10 Cent, Kälberpreise steigen weiter an

Die aktuellen Entwicklungen auf den Fleischmärkten zeigen ein interessantes Bild: Während sich die Preise für Jungbullen und Kühe stabil halten, versuchen Schlachtbetriebe,...

Australiens Rekordernten 2025/26 steigern Weizen- und Gerstenexporte

Australiens landwirtschaftliche Produktion hat in der Saison 2025/26 einen bemerkenswerten Anstieg verzeichnet. Die Gesamternte an Winterkulturen wird auf 68,4 Millionen Tonnen geschätzt,...

EU-Klimazoll im Kreuzfeuer: Düngemittelpreise explodieren weltweit

Die Versorgung mit Mineraldünger ist derzeit gesichert, doch die Preise sind weltweit im Aufwind. Landwirte in Europa sehen sich mit drastischen Kostensteigerungen...