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Russische Getreidelager deutlich leerer als im Vorjahr

Die aktuellen Lagerzahlen aus Russland zeigen eine klare Tendenz nach unten. Zum 1. Februar beliefen sich die Getreidebestände Russland in landwirtschaftlichen Betrieben auf 28,3 Millionen Tonnen. Damit lagen sie um 10,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresstichtags.

Diese Entwicklung betrifft sowohl Getreide als auch Körnerleguminosen und signalisiert eine insgesamt geringere verfügbare Marktmenge in den landwirtschaftlichen Unternehmen. Grundlage der Zahlen sind offizielle Angaben der russischen Statistikbehörde.

Weizen mit stärkstem Minus

Besonders ausgeprägt ist der Rückgang bei den Weizenbeständen. Sie summierten sich Anfang Februar auf 16,5 Millionen Tonnen – ein Minus von 11,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

Weizen stellt den bedeutendsten Bestandteil der russischen Getreideproduktion dar. Sinkende Lagerbestände können daher direkten Einfluss auf Exportmengen, Preisbildung und internationale Marktbewegungen haben.

Mais und Sonnenblumen ebenfalls unter Vorjahresniveau

Auch beim Mais wurden geringere Vorräte gemeldet. Die Bestände gingen um 8,3 Prozent zurück und erreichten 3,5 Millionen Tonnen. Damit fällt das Minus zwar moderater aus als bei Weizen, bleibt aber dennoch deutlich spürbar.

Die Lagerbestände von Sonnenblumen lagen zu Monatsbeginn bei 2,1 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Rückgang von 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sonnenblumen sind ein zentraler Rohstoff für die Pflanzenölproduktion und somit für die Verarbeitung und den Export von hoher Bedeutung.

Ölsaaten insgesamt rückläufig

Neben den einzelnen Kulturen ist auch der Gesamtbestand an Ölsaaten gesunken. Die Ölsaatenbestände beliefen sich Anfang Februar auf 5,8 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Minus von 10,6 Prozent im Jahresvergleich.

Der Rückgang bei Ölsaaten fällt damit insgesamt etwas stärker aus als bei Getreide. Für den Markt bedeutet das eine potenziell geringere Verfügbarkeit von Rohstoffen für die Öl- und Futtermittelindustrie.

Russland zählt zu den wichtigsten Exporteuren von Weizen und Sonnenblumenprodukten. Veränderungen bei den Getreidebeständen Russland wirken sich daher mittelbar auf globale Handelsströme und Preisentwicklungen aus.

Ob diese Entwicklung nachhaltige Marktimpulse auslöst, hängt von Ernteprognosen, Exportpolitik und Nachfrageentwicklung ab. Klar ist: Die Lagerdaten liefern ein wichtiges Signal für die weitere Marktbeobachtung im laufenden Wirtschaftsjahr.

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