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Neue Dokumentationspflicht: Diese EPPO-Codes sind für Landwirte 2027 essenziell

Ab dem Jahr 2026 wird es für Landwirte in der Europäischen Union verpflichtend sein, die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln detailliert zu dokumentieren. Zentraler Bestandteil dieser neuen Regelung ist die Nutzung des sogenannten EPPO-Codes, wie er von der European and Mediterranean Plant Protection Organization verwaltet wird.

Wozu dienen EPPO-Codes?

Die Einführung des EPPO-Codes in der Landwirtschaft zielt darauf ab, eine einheitliche und vergleichbare Datenbasis zu schaffen. Aufgrund der unterschiedlichen Bezeichnungen für Pflanzenarten und Schädlinge in verschiedenen EU-Ländern wurde ein standardisiertes System notwendig. Bislang waren Landwirte nicht verpflichtet, diese Codes zu verwenden; dies ändert sich jedoch mit den neuen Dokumentationsanforderungen.

Der Code besteht aus einer Kombination von Buchstaben und dient dazu, Pflanzen und Schädlinge eindeutig zu identifizieren. Dies erleichtert die Vergleichbarkeit der Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln innerhalb der EU. Ab Januar 2027 müssen diese Aufzeichnungen zudem in maschinenlesbarer Form vorliegen, um die Digitalisierung weiter voranzutreiben.

Anwendung der EPPO-Codes

Besonders im Bereich Getreide sind die spezifischen Codes weit verbreitet. Für Winterweichweizen wird beispielsweise „TRZAW“ verwendet, während Sommerweichweizen mit „TRZAS“ codiert ist. Ebenso gibt es spezifische Codes für andere Getreidesorten wie Hartweizen, Dinkel oder Gerste.

Ackerbauern stehen häufig vor der Herausforderung, sich diese Codes zu merken. Unterstützung bieten Listen, die die am häufigsten angebauten Kulturen und deren entsprechende EPPO-Codes auflisten.

Kulturen und ihre spezifischen EPPO-Codes

  • Getreide: Winterhartweizen (TRZDW), Sommerhartweizen (TRZDS), Dinkel (TRZSP)
  • Hackfrüchte: Zuckerrüben (BEAVA), Kartoffeln (SOLTU), Mais (ZEAMX)
  • Leguminosen: Ackerbohnen (VICFM), Sojabohne (GLXMA)
  • Sonstige Kulturen: Hanf (CNISA), Sonnenblume (HELAN)

Eine umfassende Liste aller Kulturen und ihrer entsprechenden Codes steht beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zur Verfügung.

Zukunftsperspektiven im Pflanzenschutz

Die Pflicht zur Nutzung des EPPO-Codes ist ein Schritt in Richtung einer stärkeren Digitalisierung und Harmonisierung innerhalb der europäischen Landwirtschaft. Die maschinenlesbare Dokumentation soll dabei helfen, den Pflanzenschutz effizienter und transparenter zu gestalten.

Trotzdem stehen viele Landwirte vor Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Anforderungen. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich diese standardisierten Verfahren im Alltag etablieren werden.

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