Die Nutzung von Kalkdüngern hat im Wirtschaftsjahr 2024/25 einen neuen Höchststand erreicht. Mit einer durchschnittlichen Ausbringungsmenge von über 191 kg pro Hektar wurde eine Rekordmarke gesetzt, wie der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) berichtet. Dieser Anstieg ist unter anderem auf die Witterungsbedingungen zurückzuführen, die den Einsatz von Düngemitteln beeinflussen.
Signifikante Steigerung im Düngereinsatz
Laut DRV verzeichnete der Absatz von Mineraldüngern, zu denen auch Kalk gehört, in Deutschland einen Anstieg von gut 20 % im Vergleich zum Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Menge belief sich auf 4,8 Millionen Tonnen. Der Einsatz von Kalkdüngern stieg dabei um bemerkenswerte 28,2 %, was einer Gesamtmenge von 3,18 Millionen Tonnen entspricht. Stickstoff- und Kalidünger verzeichneten ebenfalls Zuwächse, während Phosphat leicht rückläufig war.
Kalkdünger: Beliebtheit und Formen
Bauer bevorzugen unterschiedliche Formen von Kalkdüngern. Kohlensaurer Kalk steht an erster Stelle in der Beliebtheitsskala, gefolgt von Konverterkalk und anderen Varianten. Schnell wirkender Branntkalk stellt das Schlusslicht dar. Diese Präferenzen spiegeln sich auch in den Verkaufszahlen wider, die das Statistische Bundesamt (Destatis) in seiner Datenbank festhält.
Nährstoffaufwand pro Hektar steigt
Der Aufwand an Handelsdüngern pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche hat sich laut Destatis erhöht. Neben dem Rekordwert bei Kalk stieg auch die Verwendung von Stickstoff auf 67,8 kg pro Hektar, was das Niveau von 1967 erreicht. Kali-Dünger erhöhte sich geringfügig auf 20,5 kg/ha, während Phosphat leicht zurückging.
Herausforderungen und Perspektiven
Die steigenden Mengen an ausgebrachten Düngemitteln sind nicht nur durch günstige Wetterbedingungen zu erklären. Sie werfen auch Fragen hinsichtlich Nachhaltigkeit und Umweltauswirkungen auf. Während Landwirte versuchen, Erträge zu maximieren, bleibt die Herausforderung bestehen, ökologische Aspekte zu berücksichtigen und den Einsatz effizienter und umweltschonender zu gestalten.
