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Deutsche und polnische Milchproduktion steigt, Irland schwächelt

Das Milchaufkommen in Europa zeigt zu Beginn des Jahres 2026 ein differenziertes Bild, wie aktuelle Zahlen der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMB) verdeutlichen. Während Deutschland und Polen ein deutliches Produktionsplus verzeichnen, bleibt Irland hinter den Erwartungen zurück.

Steigendes Milchaufkommen in Deutschland

In Deutschland konnten die Milcherzeuger ihre Produktion zu Jahresbeginn auf einem hohen Niveau halten. Bereits in der ersten Januarwoche entsprachen die Mengen denen der letzten Dezemberwoche von 2025, wobei sie im Vergleich zur Vorjahreswoche um 5,9 % höher ausfielen. Diese Entwicklung deutet auf eine anhaltend starke Nachfrage und Produktion hin.

Polens kontinuierlicher Anstieg

Auch Polen verzeichnete eine Zunahme bei der Milcherzeugung. Von Januar bis November 2025 stellten die polnischen Molkereien durchgehend mehr Milch her als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im November allein stieg das Produktionsvolumen mit 1,1 Millionen Tonnen um 5,9 % gegenüber dem Vorjahr an. Insgesamt belief sich die Produktion in den ersten elf Monaten auf 12,73 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 3,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Irlands Rückgang trotz Gesamtplus

Im Gegensatz dazu musste Irland im November 2025 einen Rückgang der Milchanlieferung hinnehmen. Die erfasste Menge betrug 515.400 Tonnen, was 2,3 % weniger als im November 2024 darstellt. Allerdings war die Produktion im Vergleich zu November 2023 noch immer um 31,1 % höher. Trotz des Novemberrückgangs übertrafen die irischen Landwirte mit einer Jahresproduktion von 8,84 Millionen Tonnen den Vorjahreszeitraum um 5,5 %.

Zukunftsausblick und Herausforderungen

Trotz der positiven Entwicklungen in Deutschland und Polen stehen die europäischen Milcherzeuger weiterhin vor Herausforderungen wie Preisschwankungen und steigenden Produktionskosten. Experten betonen die Notwendigkeit, nachhaltige Praktiken zu fördern und Marktanpassungen vorzunehmen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine stärkere Fokussierung auf Effizienzsteigerungen und Innovation könnte helfen, diesen Herausforderungen besser zu begegnen.