In den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 sind die Ausfuhren lebender Zucht- und Nutzrinder aus Deutschland spürbar zurückgegangen. Nach aktuellen Angaben verringerte sich das Exportvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent. Insgesamt wurden damit rund 325.300 Tiere weniger ins Ausland verkauft.
Traditionell stellen die Niederlande das wichtigste Zielland für deutsche Rinder dar. Doch auch dorthin gingen im laufenden Jahr deutlich weniger Tiere. Die Lieferungen in das Nachbarland sanken um etwa ein Fünftel. Belgien, das üblicherweise an zweiter Stelle der Absatzländer steht, erhöhte zwar seine Importe leicht. Dieser Anstieg reichte jedoch nicht aus, um den allgemeinen Rückgang zu kompensieren.
Besonders stark zeigte sich die Abnahme in der ersten Jahreshälfte, als die niederländischen Käufe von deutschen Rindern merklich zurückgingen. Dieser Trend belastete die gesamte Exportbilanz erheblich.
Als Hauptgrund für die sinkenden Ausfuhren gilt der Rückgang des heimischen Rinderbestands. Die geringere Zahl an Tieren führt dazu, dass weniger Tiere für den internationalen Markt bereitstehen.
Erschwerend hinzu kommt die Maul- und Klauenseuche, die mit strikten Auflagen für den Handel verbunden ist. Diese Einschränkungen wirken sich unmittelbar auf die Exportmöglichkeiten aus und verstärken den Rückgang zusätzlich.
Nach Einschätzung der Fachleute dürfte sich die Entwicklung in den kommenden Monaten fortsetzen. Die begrenzte Verfügbarkeit von Rindern lässt erwarten, dass die Exportzahlen weiter abnehmen werden.
