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Weizen, Raps und Butter: Entwicklung der Agrarrohstoffmärkte

Am Freitag fielen die Weizen-Futures an der Euronext zum dritten Mal in Folge, wobei der Frontmonat Dezember einen Verlust von 1 Euro auf 217 Euro pro Tonne verbuchte. Dies sorgte in der Wochenbilanz dennoch für ein leichtes Plus von 0,25 Euro (0,1 %). Auch an den US-Börsen zeigten sich fallende Tendenzen: Soft Red Winter schloss an der CBoT mit einem Rückgang von 2,5 Cent auf 5,68 US-Dollar pro Bushel (entspricht 193 Euro pro Tonne) und erzielte einen Wochenverlust von 1 Cent (0,2 %).

In Europa gibt es jedoch trotz der gesunkenen Weizenpreise Anzeichen für einen Stimmungswechsel. Russische Händler setzen offenbar den inoffiziellen Mindestpreis um, was zu einer Reduktion der Weizenexporte führen könnte.

Raps und Sojabohnen unter Druck

Auch Raps verzeichnete am Freitag an der Euronext Verluste. Der Preis sank um 5,25 Euro auf 517 Euro pro Tonne, was den Wochengewinn auf 3 Euro (0,6 %) reduzierte. Trotzdem beendete Raps damit die siebte Woche in Folge mit einem Plus. An der CBoT sank der meistgehandelte Januar-Kontrakt für Sojabohnen zum Handelsschluss um 0,75 Cent auf 9,94 US-Dollar pro Bushel (337 Euro pro Tonne), was in der Wochenbilanz einen Verlust von 3,75 Cent (0,4 %) ergibt. Die Bohnennotierungen wurden am Freitag durch bessere Aussaatbedingungen in Brasilien belastet. Unterdessen dürfte die kanadische Rapsernte geringer ausfallen als erwartet, da die Erträge in den Provinzen Saskatchewan und Alberta enttäuschend ausfielen.

Gegenläufig entwickelten sich die malaysischen Palmöl-Futures, die am Freitag um über 3 % auf ein 28-Monats-Hoch stiegen.

Mais: Unterschiedliche Tendenzen in Europa und den USA

Der Maismarkt in den USA legte am Freitag leicht zu. Der Frontmonat Dezember stieg um 3,75 Cent auf 4,14 US-Dollar pro Bushel (151 Euro pro Tonne). Dennoch blieb in der Wochenbilanz ein Minus von 0,75 Cent (0,2 %). An der Euronext hingegen sank der März-Kontrakt um 1 Euro auf 206,50 Euro pro Tonne, was einen Wochenverlust von 5,50 Euro (2,6 %) bedeutete und für die dritte Woche in Folge rote Zahlen in Paris. Während die europäischen Maiskurse weiter unter Druck stehen, profitiert der US-Markt von einer stabilen Exportnachfrage. Die kleinere europäische Erntemenge wird aktuell durch erhöhte Maisimporte aus den USA ausgeglichen.

Stabile Entwicklung bei Kartoffel-Futures

Bei den Kartoffel-Futures am Terminmarkt bleibt die Lage unverändert. Der November-Termin für 2024 notiert weiterhin bei rund 17 Euro pro Dezitonne und hat in drei Wochen seinen letzten Handelstag. Die Fälligkeiten für April 2025 und April 2026 liegen bei 29 Euro pro Dezitonne. Die Handelsumsätze stiegen in den letzten Tagen an, sodass das Open Interest fast die Marke von 700 Stück erreichte. Insgesamt zeigt sich im Markt eine stabile Tendenz.

Butter erholt sich, Magermilchpulver schwächer

Die Butterpreise an der EEX setzen ihre Erholung nach dem Einbruch Ende September fort. Der Frontmonat November erzielte einen Wochengewinn von 300 Euro und liegt nun bei 7.750 Euro pro Tonne. Magermilchpulver hingegen sank in der vergangenen Woche um 5 Euro auf 2.550 Euro pro Tonne. Dank der hohen Butterzuwächse stieg der vom ife berechnete Börsenmilchwert wieder über die 50-Cent-Marke. Ein knapperes Rohmilchangebot unterstützt den Markt und sorgt für weiter steigende Preise am Spotmarkt.

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